Tragbare Spielkonsolen sind nur ein Betätigungsfeld, auf das es
Toshibas neuer Grafik-Chips abgesehen hat. Er hört auf den kryptischen
Namen TC35711XBG und soll auch in PDAs und Handys eingesetzt werden. Sein Name mag aus Sicht des Marketings wohl wenig sensationell klingen,
dafür kann er aber mit beeindruckenden Zahlen glänzen. So gibt Toshiba
an, dass die Füllrate des Chips bei stolzen 800 MPixel/s liegt. Damit
erreicht man Leistungstechnisch schon das Niveau von Low-Budget
Grafikchips aus dem Desktop-Segment.
Sogar den direkten Konkurrenten aus der Playstation Portable
übertrumpft man in Sachen Füllrate um 20% und beim Polygon-Durchsatz
sogar um das Dreifache. Doch wie leistungsstark Toshibas Ableger in der
Praxis ist, wird man wohl erst bei der Markteinführung sehen. Diese
ist frühestens für das zweite Quartal 2008 geplant, wenn die
eigentliche Massenproduktion beginnt.
Was auch immer man für Produkte damit realisieren wird, es dürfte feststehen,
dass sie keineswegs günstig in den Handel kommen. Immerhin fordert
Toshiba 8000 Yen (über 50 Euro) pro Grafikchip und auch erst bei einer Abnahmemenge von mindestens 200.000 Stück. Dies ist allein für einen
nackten Grafikchip schon verhältnismäßig viel Geld, was sich dann auch
im Preis eines Endkunden-Produktes stark bemerkbar machen dürfte.