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Telegram-Sperrung legt auch Webseite des Kreml-Museums lahm

Montag, 23. Apr. 2018 13:07 - [tj] - Quelle: zeit.de

Beim Versuch den Messenger-Dienst Telegram zu sperren hat Russland auch die Webseite des Kreml-Museums lahmgelegt.

Peinlicher Fauxpas des russischen Staates und insbesondere der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor. Im aktuellen Streit mit dem Betreiber des Messengers Telegram, um die geforderte Herausgabe der Krypto-Keys, ist Roskomnadsor offenbar übers Ziel hinausgeschossen. Nachdem die Sperrung von vermeintlich zwei Millionen IP-Adressen nicht ausgereicht hat, um Telegram nachhaltig zu blockieren, soll die Aufsichtsbehörde die Sperrung mittlerweile auf knapp 18 Millionen IP-Adressen ausgeweitet haben.

Doch auch damit konnte der Messenger-Dienst nicht nennenswert blockiert werden. Stattdessen hat man einmal mehr die Online-Dienste unbeteiligter Anbieter gestört. So haben etwa die Rabattkartensysteme einer Supermarktkette nicht mehr funktionierten und zahlreiche in Russland genutzte Apps wurden lahmgelegt.

Öffentliche Aufmerksamkeit erhielt aber vor allem die Tatsache, dass auch die Webseite des Kreml-Museums durch die Sperrungen kurzzeitig nicht mehr erreichbar war. Putins Internetberater German Klimenko habe mittlerweile eingestanden, dass es "wohl Sinn ergebe, sich für das unvorsichtige Vorgehen bei der Blockade von Telegram zu entschuldigen".

Ausgestanden ist die Auseinandersetzung für Telegram damit aber noch längst nicht. Russland beharrt darauf, dass ein Selbstmordattentäter, der in der U-Bahn von St. Petersburg eine Bombe gezündet hat, den Messenger genutzt habe.

Telegram-Sperrung legt auch Webseite des Kreml-Museums lahm

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