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Lenovo enthüllt: Eigenentwickelter ARM-Chip im Yoga Pad Pro 14.5 übertrifft Tensor G4!

Dienstag, 20. Mai. 2025 18:11 - [ar] - Quelle: notebookcheck.com

Das neue Lenovo Yoga Pad Pro 14.5 soll erstmals mit einem von Lenovo selbst entwickelten ARM-Prozessor ausgestattet sein. Der bisher nur unter der Modellnummer SS1101 bekannte SoC soll insgesamt zehn ARM-Prozessorkerne umfassen, die in vier unterschiedliche Cluster unterteilt sind, um eine ausgewogene Balance zwischen hoher Leistung und Energieeffizienz zu ermöglichen.

Lenovo enthüllt: Eigenentwickelter ARM-Chip im Yoga Pad Pro 14.5 übertrifft Tensor G4!

Nach den vorliegenden Informationen verfügt der Prozessor über zwei ARM Cortex-X3 Prime-Kerne, die mit Boost-Taktraten von bis zu 3,29 GHz betrieben werden. Ergänzt werden diese durch einen Cluster aus drei Performance-Kernen, der Frequenzen von bis zu 2,83 GHz erreicht, sowie zwei separate Effizienz-Cluster, von denen ein Cluster zwei Kerne mit 1,9 GHz und der weitere drei Kerne mit 1,71 GHz umfasst. Zur Grafikverarbeitung ist eine ARM Mali-G720 GPU integriert. Diese Architektur soll es ermöglichen, den Leistungsanforderungen moderner Anwendungen in den Bereichen Multimedia, Gaming und produktivitätsorientierter Nutzung gerecht zu werden.

Die aktuellen, aber unbestätigten Daten, die über Benchmark-Tools wie Geekbench veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass der neue ARM-Chip im Single-Core-Test etwa 2.014 Punkte erzielt, während im Multi-Core-Betrieb Werte um die 6.530 Punkte verzeichnet werden. Vergleichsweise erreicht der Prozessor im Multi-Core-Durchlauf etwa 41 % bessere Ergebnisse als der Google Tensor G4, der derzeit in einigen anderen High-End-Tablets zum Einsatz kommt. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Lenovo-Chip noch hinter den Flaggschiff-Modellen wie dem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 liegt. Diese Resultate werfen ein differenziertes Licht auf die Leistungspositionierung: Zwar ermöglicht der neue SoC angesichts seiner Leistung in bestimmten Benchmark-Szenarien erste Wettbewerbsvorteile, dennoch stellt sich die Frage, welches Marktsegment Lenovo primär ansprechen möchte.

Die Entscheidung, auf einen selbst entwickelten ARM-Prozessor zu setzen, wird als strategischer Schritt gewertet, um künftig unabhängiger von externen Zulieferern wie Qualcomm oder MediaTek zu agieren. Dabei könnte eine engere Abstimmung von Hardware und Software innerhalb des eigenen Ökosystems hergestellt werden.

Das Yoga Pad Pro 14.5, dessen Vorverkauf in China in Kürze startet, dürfte somit nicht nur durch sein Design und die Bildschirmgröße von 14,5 Zoll, sondern auch durch den Einsatz des neuen ARM-Chips Aufmerksamkeit erregen. Genauere Spezifikationen und weitere Details zur Architektur sowie zur Integration in das Gesamtsystem werden vermutlich in den kommenden offiziellen Ankündigungen genannt.

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