ZOWIE, die auf Esports-Peripherie spezialisierte Marke von BenQ, hat in Eindhoven sein erstes europäisches Sports Science Lab eröffnet. Damit ergänzt der Hersteller zwei bereits bestehende Forschungseinrichtungen in Asien und Nordamerika und richtet seine wissenschaftlichen Analysen erstmals direkt an die Anforderungen der europäischen Wettkampfszene.
Im neuen Labor kommen vor allem Bewegungsanalyse und Elektromyographie (EMG) zum Einsatz. Über optische Marker und Muskelspannungssensoren werden Daten zu Handhaltungen, Gelenkwinkeln, Mausbewegungen und Muskelaktivität erfasst. Auf dieser Grundlage lassen sich Empfehlungen für die optimale Maushaltung und -auswahl ableiten. Ein besonderes Augenmerk gilt der Ermittlung von Ermüdungserscheinungen: Wenn sich nach längerer Spielzeit Stabilitätsverluste an Fingern oder unpräzises Abbremsen zeigen, kann das Laborteam Hinweise geben, mit denen Nutzer ihr Training gezielt anpassen.
Die Datenerhebung erfolgt in enger Kooperation mit verschiedenen Esports-Profis. So wird sichergestellt, dass Messungen und Auswertungen direkt in konkrete Produktverbesserungen einfließen. Ein Bezugspunkt ist die seit 2010 bestehende Zusammenarbeit mit dem schwedischen Profispieler Emil "HeatoN" Christensen, mit dessen Input bereits die erste EC-Mausserie entstanden ist. Seither hat ZOWIE die Produktentwicklung kontinuierlich auf Spielerfeedback abgestimmt und patentierte Technik-Elemente integriert.
Die jüngste Ergänzung stellt die DW-Serie dar. Die symmetrischen Wireless-Modelle basieren auf echten Gaming-Szenarios und berücksichtigen verschiedene Griffstile, darunter Palm- und Fingertip-Grip. Insbesondere Varianten mit "FK-DW"-Kennzeichnung erreichten laut Labordaten in FPS-Benchmark-Szenarien eine hohe Präzision bei mikroskopischen Cursoranpassungen, ohne dass Nutzer Abstriche beim Komfort hinnehmen mussten.
Alle Labormessungen und Pilotversuche sollen in künftige Produktgenerationen einfließen. ZOWIE verfolgt damit eine Forschungsstrategie, die auf kontinuierliche Messtechnik und enge Zusammenarbeit mit aktiven Spielern setzt. Das Resultat sind Ausstattungsmerkmale, die über reine Spezifikationen hinaus praxisrelevant sind: Sie berücksichtigen individuelle Spielstile, langfristige Ermüdungsprofile und Situationsvarianten, die in wichtigen Wettkampfumgebungen auftreten können.
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