Ein griechisches Gericht hat den Intellexa-Gründer Tal Dilian zu acht Jahren Haft verurteilt. Ihm und drei weiteren Führungskräften wird vorgeworfen, an illegalen Abhöraktionen gegen Politiker, Journalisten, Geschäftsleute und Militärs beteiligt gewesen zu sein.

Die Affäre, bekannt als Greek Watergate, geht auf das Jahr 2022 zurück und dreht sich um den Einsatz der Intellexa-Spyware Predator.
Zu den ebenfalls verurteilten Personen gehören Dilians Geschäftspartnerin Sara Aleksandra Fayssal Hamou, der frühere Intellexa-Verwalter Felix Bitzios und Unternehmer Yiannis Lavranos, dessen Firma mit Intellexa verbunden war. Das Urteil gilt als weltweit erster Fall, in dem Entwickler kommerzieller Spyware strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
Die US-Regierung hatte Intellexa und mehrere verbundene Firmen bereits 2024 sanktioniert, nachdem Predator auch gegen amerikanische Regierungsmitarbeiter und Journalisten eingesetzt worden war. Dilian äußerte sich nicht zu den aktuellen Vorwürfen.
Das Gericht ordnete weitere Ermittlungen an. Die Haftstrafen wurden bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens ausgesetzt.