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iPhones in Gefahr: Manipulierte Webseiten können als Angriffswerkzeug missbraucht werden

Sonntag, 22. Mär. 2026 16:54 - [ar] - Quelle: wired.com

Sicherheitsforscher warnen vor einer neuen Angriffswelle auf iPhones, die auf ein bislang unbekanntes Toolkit zurückgeht, das erstmals frei im Netz aufgetaucht ist.

iPhones in Gefahr: Manipulierte Webseiten können als Angriffswerkzeug missbraucht werden

Das Werkzeug, welches unter dem Namen DarkSword kursiert, soll in der Lage sein, hunderte Millionen Geräte zu kompromittieren, wenn diese bestimmte Versionen von iOS nutzen. Anders als frühere Angriffe, die meist nur gezielt einzelne Personen betrafen, wird DarkSword offenbar breitflächig eingesetzt und nutzt präparierte Webseiten, um Geräte ohne weitere Interaktion zu übernehmen.

Die Analyse mehrerer Sicherheitsfirmen zeigt, dass das Toolkit eine vollständige Angriffskette enthält, die mehrere Schwachstellen kombiniert. Nutzer müssen lediglich eine infizierte Seite besuchen, woraufhin im Hintergrund geprüft wird, ob das Gerät verwundbar ist. Ist dies der Fall, wird Schadcode ausgeführt, der tief in das System eindringt und Zugriff auf persönliche Daten ermöglicht. Dazu gehören Nachrichten, E-Mails, Standortdaten, Passwörter und Inhalte aus Apps. Die Angriffe richten sich vor allem gegen Geräte mit älteren iOS-Versionen, die bestimmte Sicherheitsupdates noch nicht erhalten haben. Betroffen sind demnach wohl iPhones mit iOS 18.4 bis iOS 18.6.2.

Besonders brisant ist, dass DarkSword nicht wie viele andere Exploits im Untergrund gehandelt wird, sondern offen auf kompromittierten Webseiten gefunden wurde. Die Dateien sollen vollständig dokumentiert und technisch sauber strukturiert sein, was den Missbrauch erleichtert. Sicherheitsforscher berichten, dass die Angriffe bereits in mehreren Ländern beobachtet wurden, darunter China, Russland, die Türkei und Malaysia. Hinweise deuten darauf hin, dass sowohl staatliche Akteure als auch kriminelle Gruppen das Werkzeug einsetzen.

Apple arbeitet nach Angaben der Sicherheitsfirmen an Gegenmaßnahmen und verteilt bereits Updates, welche die ausgenutzten Schwachstellen schließen sollen. Nutzerinnen und Nutzer werden dringend aufgefordert, ihre Geräte auf die neueste iOS-Version zu aktualisieren, da die Angriffe ohne sichtbare Anzeichen ablaufen und keine Interaktion erfordern. Die Verbreitung eines derart leistungsfähigen Toolkits im offenen Netz gilt als ungewöhnlich und könnte die Dynamik zukünftiger iPhone-Angriffe nachhaltig verändern.

Die Entdeckung von DarkSword zeigt auf, wie wichtig schnelle Updates und eine konsequente Sicherheitsstrategie im Mobilbereich sind. Da die Angriffskette vollständig automatisiert arbeitet und sich über alltägliche Webseiten verbreiten kann, rechnen Experten damit, dass die Zahl der betroffenen Geräte weiter steigen wird, solange ältere iOS-Versionen im Umauf sind.

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