Nvidia und Sega knüpfen nach drei Jahrzehnten erneut an ihre historische Partnerschaft an. Sega wird künftig seine Spiele, darunter das neue Virtua-Fighter-Crossroads, auf Nvidias RTX-Spark-Computern bereitstellen.

Die Zusammenarbeit hat eine besondere Vorgeschichte, denn 1996 stand Nvidia kurz vor dem Aus, nachdem der Grafikchip für Segas Dreamcast gescheitert war und das Unternehmen weder ein fertiges Produkt, noch Umsatz oder finanziellen Spielraum hatte.
Sega entschied sich dennoch, eine ausstehende Zahlung nicht nur zu leisten, sondern in eine Beteiligung umzuwandeln. Diese fünf Millionen US-Dollar retteten Nvidia und ermöglichten die Entwicklung der Riva-128- und später der GeForce-256-GPU, die den Grundstein für Nvidias heutigen Erfolg legten. Deepu Talla, Vice President für Robotics und Edge AI, erinnerte an diese Episode und kündigte an, dass sämtliche Sega-Spiele künftig auf RTX-Spark verfügbar sein werden.
RTX-Spark gilt als die erste agentische KI-PC-Plattform und soll Gaming, Kreativ-Workloads und lokale KI-Agenten vereinen. Der neue PC-Typ kombiniert eine 20-Kern-Grace-CPU mit einer Blackwell-basierten RTX-GPU über NVLink-C2C und erreicht bis zu ein Petaflop Leistung. Damit lassen sich 120-Milliarden-Parameter-LLMs, 12K-Videoediting, 90-GB-3D-Szenen und moderne Spiele mit 1440p bei 100 FPS inklusive RTX, DLSS, Reflex und G-Sync ausführen.
Die Geräte erscheinen als schlanke Laptops und kompakte Desktop-PCs von Asus, Dell, HP, Lenovo, Microsoft-Surface, MSI, Acer und Gigabyte. Talla bezeichnete RTX-Spark als komplette PC-Neuerfindung, die erstmals seit 30 Jahren eine neue Plattform definiere. Da viele Windows-Anwendungen und Spiele bereits Nvidia-GPUs nutzen, soll RTX-Spark sowohl als KI-Workstation, als auch als Gaming-System dienen und Segas Portfolio nahtlos integrieren. Die erneute Partnerschaft zeigt, wie eng die Geschichte beider Unternehmen miteinander verbunden ist und wie Sega erneut eine Rolle in Nvidias strategischer Weiterentwicklung spielt.
