NVIDIA baut seinen Zugriff auf den wichtigsten Speicher der KI-Branche weiter aus. Laut Schätzungen von Morgan Stanley hat das Unternehmen bereits rund 37,3 Prozent der weltweit verfügbaren HBM-Produktion für das Jahr 2027 reserviert.

Parallel dazu stiegen die langfristigen Lieferverpflichtungen des Konzerns innerhalb nur eines Quartals von 119 auf 279 Milliarden US-Dollar. Nach Einschätzung der Analysten fließt ein Großteil dieser Summe in die Absicherung zukünftiger HBM-Kapazitäten.
Neben NVIDIA soll Alphabet weitere 36 Prozent der verfügbaren Produktion gebucht haben. AMD kommt den Schätzungen zufolge auf rund 12,1 Prozent. Damit wären insgesamt etwa 85 Prozent der erwarteten HBM-Kapazitäten bereits an drei große KI-Unternehmen vergeben.
HBM ist ein entscheidender Bestandteil moderner KI-Beschleuniger und benötigt bei der Herstellung deutlich mehr Produktionskapazität als klassischer DDR5-Speicher. Die zunehmende Verlagerung auf HBM gilt als einer der Gründe für die stark gestiegenen Speicherpreise der vergangenen Monate.
Auch NVIDIA selbst spürt die Entwicklung. Trotz eines Rekordumsatzes von 96,2 Milliarden US-Dollar verwies das Unternehmen zuletzt auf steigende Speicherkosten und sinkende Margen. Bis Ende des Geschäftsjahres 2029 werden laut Geschäftsbericht rund 267 Milliarden US-Dollar der aktuellen Lieferverpflichtungen fällig.