Während bereits zahlreiche Informationen zur kommenden Core-Ultra-4000-Familie durchsickern, bleiben einige der interessantesten Nova-Lake-Modelle weiterhin weitgehend unsichtbar. Angeblich verteilt Intel die Prozessoren mit der internen Kennung "DS" derzeit nur an einen stark begrenzten Kreis von Partnern und Testern.

Die Abschottung betrifft offenbar genau jene Chips, die zu den ersten und leistungsstärksten Vertretern der neuen Generation gehören könnten. Den bisherigen Leaks zufolge setzen die DS-Modelle auf zwei Compute-Tiles und nutzen ein sogenanntes BFC-Design. Die Abkürzung steht Berichten zufolge für eine größere Last-Level-Cache-Lösung, die bei mehreren bereits aufgetauchten Core-Ultra-4000-Prozessoren erwähnt wurde. Einer der bekanntesten Kandidaten ist der geleakte Core Ultra 9 4970K BFC mit insgesamt 28 Kernen aus acht P-Cores, 16 E-Cores und vier LPE-Kernen.
Die eingeschränkte Verteilung könnte erklären, weshalb bislang kaum belastbare Benchmark-Ergebnisse zu diesen Prozessoren existieren. Üblicherweise gelangen Qualification Samples frühzeitig in den Umlauf und tauchen anschließend in Benchmark-Datenbanken, Firmware-Einträgen oder Hardware-Leaks auf. Genau dieser Weg soll bei den DS-Modellen momentan weitgehend blockiert werden.
Nach den aktuellen Informationen dürfte sich die Lage allerdings noch vor dem Jahreswechsel verändern. Für Dezember 2026 wird ein deutlich breiteres Sampling der DS-Serie erwartet. Dann sollen auch Qualification Samples verteilt werden, wodurch erste Leistungswerte wahrscheinlich deutlich häufiger auftauchen werden. Für Beobachter der Plattform wäre das die erste Gelegenheit, die bislang geheim gehaltenen Modelle genauer einzuordnen.
Nova Lake-S wird aktuell im ersten Quartal 2027 erwartet und soll als Core-Ultra-4000-Serie erscheinen. Parallel kursieren Berichte über mobile Nova-Lake-HX-Prozessoren mit derselben Namensstruktur. Intel selbst hat weder DS noch BFC bislang offiziell bestätigt. Dennoch deutet die aktuelle Leak-Lage darauf hin, dass das Unternehmen bei seinen Topmodellen einen deutlich strengeren Umgang mit Vorserienhardware pflegt als bei früheren Generationen.
