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KFA2 GeForce RTX 3060 EX[1-Click OC] im Test

GeForce RTX 3060 - Die 329 bis 900 Euro Karte

Als wir unsere letzte GeForce Karte getestet haben, die KFA2 GeForce RTX 3080 SG [1-Click OC], war das Chaos um die neuen Grafikkarten zwar schon in vollem Gange, allerdings hätten wir selbst nicht erwartet, welche Ausmaße das Ganze erreichen würde und das selbst alte Grafikkarten wie die GeForce 2000 Serie oder Radeon 5700 im Preis explodieren. Dementsprechend wenig gab es zuletzt zu Berichten, denn tatsächlich wirkt sich das ganze auch massiv auf die vergabe von Mustern für Testberichte aus. Alles was an Karten da ist, geht mehr oder weniger in den Handel.

Nun haben wir allerdings wieder ein Exemplar bekommen, dass uns freundlicherweise von KFA2 zur Verfügung gestellt wurde. Es ist das bislang letzte neue Modell aus der GeForce 3000 Serie nämlich die GeForce RTX 3060 EX[1-Click OC]. Ein Modell das eigentlich als Einsteigerkarte mit einer UVP von 329 gedacht ist, aber mittlerweile auch zu absurden Preisen verkauft wird.

Für einen Hersteller wie KFA2, der vor allem darauf setzt mit seinen Karten ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten, ist die aktuelle Situation natürlich doppelt dramatisch. Sein fast schon "Markenzeichen" gute Karte zu einem sehr attraktiven Preis anzubieten, wurde erst von Nvidia selbst durch die extrem niedrig angesetzte UVP des Referenzdesigns und dann natürlich durch die aktuelle Marktsituation torpediert. Die Karte wird nun zu Preisen von fast 900 Euro angeboten, was natürlich ohne Frage völlig verrückt ist. Wann die Situation sich wieder normalisieren wird, kann wohl kaum einer vorhersehen.

Das ganze Preisgefüge ist durch Mining so aus den Fugen geraten. Wie extrem diese Ausmaße sind, kann man sich vorstellen, wenn man weiß, dass in manchen Ländern der Erde eine GeForce 3060 aktuell eine Familie ernährt, wenn der Strom entsprechend günstig zu bekommen ist.

KFA2 GeForce RTX 3060 EX im Detail

Auf der GeForce RTX 3060 setzt Nvidia die GA106 GPU ein. Der mit 12 Milliarden Transistoren vollgestopfte Chip ist erheblich kleiner als die bisher eingesetzten GA104 und GA102, was sich natürlich massiv auf die Produktionskosten auswirken dürfte. Dementsprechend "sollte" die Karte auch entsprechend günstiger als zum Beispiel die 3060 Ti angeboten werden.

Die Karte setzt auf 28 Streaming-Multiprozessoren und bringt es so insgesamt auf 3.584 ALUs. Zur Einordnung die GeForce 3070 besitzt mit 5888 ALUs schon fast doppelt so viele.

Die Karte ist interessanterweise direkt mit 12 Gigabyte GDDR6 Speicher ausgestattet, welcher aber nur mit 192 Bit angebunden ist. Für Einsteigerkarten ist die Bitbreite nicht ungewöhnlich, die direkt 12 GB Speicher aber schon. Damit hat das Modell sogar mehr Speicher als die 3070 oder sogar 3080. Der Speicherdurchsatz ist natürlich aufgrund des Interface und des Speichertyps auch hier deutlich geringer und gegenüber einer 3080 auch etwa halbiert.

Die GPU besitzt einen Basistakt von 1320 MHz und einen Boost Takt von 1807 MHz, wobei dieser per Software durch einen einfachen Klick auf 1822 MHz erhöht werden kann. In der Praxis macht das aber kaum Unterschiede.

Die neue GeForce 3080 von KFA2 ist 29 cm lang und etwa 11.5 cm hoch. Obwohl sie wesentlich weniger "wuchtig" wirkt als ihre größeren Geschwister, ist sie gar nicht so viel kleiner als zum Beispiel die Geforce 3080 von KFA2 mit 31.5 cm. Der PCB der Karte ist mit 21 cm deutlich kürzer als die Karte selbst.

Der Kühler der Karte ist nur weniger breiter als 2 Slot und wird von zwei Kufperheatpipes durchzogen. Da alle Lamellen im Kühler vertikal verlaufen findet eine Entlüftung über das Slotblech nicht statt, obwohl hier entsprechende Öffnungen vorhanden sind.

Bei der vorderen Abdeckung setzt KFA2 auch bei dieser Karte wieder  auf Kunststoff, spendiert der Karte aber auf der Rückseite aber auch wieder eine schicke Metallbackplate zur Stabilisierung der Karte. Diese besitzt allerdings keinen Kontakt zur Kare selbst, trägt also  nicht zur Kühlung der Karte bei.

zwei 10 cm Lüfter mit transparenten Lüfterblättern bringen den entsprechenden Luftzug für die Kühlung. Die Lüfter besitzen wie schon bei vorherigen Modellen mit RGB-Beleuchtung eine spezielle Form die eine sehr schöne Lichtverteilung mit sich bringt. Ein ähnliches System hat KFA2 auch bei der Work the Frames Editon benutzt, von der wir gerade in Sachen Beleuchtung sehr angetan waren.

Interessant an der KFA2 Karte ist auch wieder die Rückseite. Durch das kürzer PCB bleibt am Ende der Karte ein Bereich frei, bei dem Luft durch die Karte hindurch gepustet wird. Weil auch eine entsprechende Aussparung auf der Backplate vorhanden ist wird im PC eingebaut die Luft so von unterhalb der Grafikkarte ins Gehäuse nach oben befördern, was für eine allgemein bessere Belüftung des gesamten PCs sorgt.

Auf der Oberseite gibt es neben einem weißen großen GeForce RTX Schriftzug auch noch den üblichen KFA2 Slogan "What's Your Game". Dieser ist hier wie aber nicht wie bei anderen Modellen beleuchtet sondern einfach weiß aufgedruckt.

Die KFA-Karte benötigt dank der der kleinen GPU und der eher geringen TDP von 170 Watt nur einen einzigen ganz normale 8 Pin PCie-Anschlüsse, der sich nicht am Ende der Karte befindet.

Die Karte besitzt wie alle aktuellen Nvidia Modelle drei Displayports-1.4- Anschlüsse und zusätzlich einen weiteren HDM 2.1 Anschluss und kann damit auch 4K mit 120 HZ über den HDMI-Anschluss ausgeben.

Testsystem: 

  • AMD Ryzen 7 2700X
  • MSI X470 Gaming M7
  • Corsair Vengance RGB 4x8 GB 3200 MHz
  • Seasonic Prime Ultra 1000
  • Corsair MP510 1 TB SSD
  • Seagate SSHD 4 TB
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