AMD bereitet mit der neuen UDNA-Grafikarchitektur einen Technologiesprung vor, der bereits in den kommenden Konsolengenerationen von Xbox und PlayStation Einzug halten soll. Die UDNA-Architektur, die als Nachfolger der derzeit etablierten RDNA 4 gilt, wird voraussichtlich die Grafikprozessoren in semi-custom System-on-Chips (SoCs) dominieren, die die künftigen Konsolen antreiben.

Eine Analyse legt nahe, dass diese Technologien die Leistungsfähigkeit im Konsolenbereich deutlich über die der aktuellen Radeon RX 9000-Serie heben könnten, was insbesondere für Gamer von Vorteil sein dürfte, die anspruchsvolle AAA-Titel ausführen möchten.
Es wird prognostiziert, dass die UDNA-Architektur eine Rasterleistung pro Compute Unit (CU) um etwa 20 % im Vergleich zu RDNA 4 steigert, sofern alle anderen Parameter wie Speicheranbindung und Host-Plattform vergleichbar bleiben. Zudem wird erwartet, dass der neue Ansatz im Raytracing-Bereich einen deutlichen Fortschritt erzielt, der sich in einer signifikanten Reduzierung der Frame-Zeiten äußern könnte - vergleichbar mit einer Verdopplung der Raytracing-Leistung. In Kombination mit den Fortschritten im GPU-Bereich könnte dies bedeuten, dass künftige Konsolen auch in Szenarien mit aktivierten Raytracing-Effekten einen reibungsloseren Betrieb gewährleisten.
Neben der reinen Grafikleistung stehen auch andere Systemkomponenten im Fokus der künftigen Konsolentechnologie. Es wird angedeutet, dass die CPU in diesen Systemen parallel zur neuen GPU-Architektur ebenfalls auf einem moderneren Stand realisiert wird. Entsprechende Entwicklungen könnten bereits auf Basis der Architekturgenerationen "Zen 5" oder sogar "Zen 6" erfolgen - eine signifikante Weiterentwicklung gegenüber den derzeit in den Konsolen eingesetzten "Zen 2"-Prozessoren.
Darüber hinaus ist die Integration spezieller Beschleunigungseinheiten zur Unterstützung von KI-Anwendungen, wie beispielsweise Neural Processing Units (NPUs), denkbar. Diese würden die Verarbeitung datenintensiver Workloads zusätzlich beschleunigen und die Flexibilität der zukünftigen Systeme erweitern.
Die Kombination aus der UDNA-Grafikarchitektur und weiterentwickelten CPU-Lösungen soll nicht nur die Effizienz in der regulären Spielewiedergabe verbessern, sondern auch den Anforderungen an professionelle Anwendungen und datenintensive Berechnungen gerecht werden. Die technologische Integration moderner IP-Blöcke von AMD in die semi-custom SoCs wird als ein wesentlicher Schritt angesehen, um den Konsolenbereich zukunftssicher zu gestalten. Dies betrifft sowohl die grafikorientierten als auch die rechnerischen Funktionen der Systeme.
