Aus jüngsten Leak-Meldungen lassen sich erste Hinweise auf die CPU-Leistung von Intels kommender Panther Lake-Generation ableiten. Demnach sollen frühe Engineering-Samples des Core Ultra X7 358H in Cinebench R23 auf gerundete Werte von etwa 20.000 Punkten kommen, während der Core Ultra 5 338H mit rund 16.000 Punkten auftritt.

Diese Zahlen geben einen ersten Eindruck des möglichen Multi-Thread-Niveaus der neuen mobilen High-End-Varianten, sollten aber als vorläufige Ergebnis und nicht als endgültige Bewertungen verstanden werden.
Die Leaks fügen sich in das bekannte Namensschema der Core Ultra-Serie ein - Panther Lake deckt wohl ein breites Spektrum von sparsamen Ultra-3-Modellen bis zu leistungsfähigeren X9-Konfigurationen ab. Verglichen mit den Vorgängern der Arrow Lake-Familie deuten die vorliegenden Angaben darauf hin, dass einige Panther-Lake-Modelle in Mehrkern-Workloads zumindest in einem etwas höheren Leistungsbereich liegen dürfte. In dem Rahmen wird angemerkt, dass die X7-Variante in einem Beispiel bei gleicher Leistungsaufnahme um einige Prozentpunkte hinter einem früheren 255H-Modell liegen soll - eine Aussage, die allerdings vom genauen Testsetup und dem finalen TDP-Tuning abhängt.
Parallel zu den CPU-Leaks sind deutlichere Fortschritte bei der integrierten Grafikarchitektur Xe3 beobachtet worden. Erste OpenCL- und GPU-Benchmarks deuten darauf hin, dass die iGPU-Leistung sich in Richtung dedizierter Einsteiger-Laptop-GPUs bewegt und damit einen relevanten Sprung gegenüber bisherigen integrierten Lösungen darstellt. Aus dieser Entwicklung lässt sich ableiten, dass Intel bei Panther Lake offenbar Prioritäten zugunsten der iGPU-Performance setzt - ein pragmatischer Ansatz für mobile Plattformen, die zunehmend GPU-intensive Aufgaben ausführen müssen.
Bei allen Leaks ist zu berücksichtigen, dass es sich oft um frühe Engineering-Samples handelt, die in Vorserien-Notebooks mit unterschiedlicher Kühlung und Firmware getestet wurden. Einflussfaktoren wie TDP-Setting, Thermik des Testsystems, Treiberzustand und Power-Management-Strategien können die Resultate deutlich beeinflussen. Daraus folgt, dass gesicherte Aussagen zur generellen Performance erst nach unabhängigen, reproduzierbaren Tests mit finaler Hardware möglich sind.
Vorläufige Benchmark-Daten:
Cinebench R23 Multi-Core
- Core Ultra X7 358H (65W) – 20.000 Punkte
- Core Ultra 7 255H (65W) – 21.826 Punkte
- Core Ultra 7 255H (80W) – 22.000 Punkte
- Core Ultra 7 255H (60W) – 16.578 Punkte
3DMark Time Spy (Graphics)
- Core Ultra X7 358H – 6.830 Punkte
- Core Ultra 7 255H – 3.956 Punkte
