Nach Intel sollen nun auch AMD und Qualcomm ihre Prozessorpreise anheben. Laut aktuellen Berichten aus der Lieferkette werden Preissteigerungen von rund zehn Prozent erwartet. Qualcomm soll die Anpassung bereits Anfang Oktober umgesetzt haben, bei AMD stehen entsprechende Schritte offenbar unmittelbar bevor.

Der Auslöser liegt nicht bei den Herstellern selbst, sondern bei TSMC. Der weltweit wichtigste Auftragsfertiger für moderne Prozessoren hat die Produktionskosten Berichten zufolge um rund zehn Prozent erhöht. AMD und Qualcomm geben diesen Aufschlag nun offenbar nahezu vollständig an ihre Kunden weiter.
Bei AMD sollen sowohl Ryzen- als auch EPYC-Prozessoren betroffen sein. Qualcomm verteuert dagegen Chips für PCs und Smartphones. Bereits zuvor hatte Intel je nach Modell Preissteigerungen zwischen fünf und zwanzig Prozent für mehrere CPU-Familien durchgesetzt.
Für Käufer bedeutet das die nächste schlechte Nachricht in einem ohnehin angespannten Markt. Grafikkarten, Arbeitsspeicher und SSDs sind zuletzt ebenfalls teurer geworden. Verantwortlich sind steigende Fertigungskosten und die hohe Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren.
Offiziell haben AMD und Qualcomm die neuen Preise bisher nicht angekündigt. Die Berichte aus der Lieferkette zeigen jedoch deutlich, dass der Kostendruck inzwischen nahezu den gesamten Hardwaremarkt erfasst hat.