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RAMageddon: SK hynix sagt Speicherkrise hält mindestens bis 2030 an - Preise werden weiter steigen

Mittwoch, 28. Okt. 2026 18:15 - [ar] - Quelle: skhynix.com

Die Aussichten für Käufer von PCs, Grafikkarten und Smartphones werden nicht besser. Speicherhersteller SK hynix erwartet, dass die Nachfrage nach Speicherchips das verfügbare Angebot mindestens bis 2030 übersteigen wird. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen den anhaltenden KI-Boom, der immer größere Teile der weltweiten Produktion bindet.

RAMageddon: SK hynix sagt Speicherkrise hält mindestens bis 2030 an - Preise werden weiter steigen

Gleichzeitig meldete SK hynix Rekordumsätze für das dritte Quartal 2026. Während klassische Märkte wie PCs und Smartphones schwächer wachsen, investieren Betreiber von KI-Rechenzentren weiterhin massiv in neue Hardware. Besonders langfristige Lieferverträge mit großen Rechenzentrumsbetreibern sichern bereits heute einen erheblichen Teil der zukünftigen Produktionskapazitäten.

Speicher wird immer noch teurer

Die Folgen sind bereits sichtbar. Laut SK hynix stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise für Speichermodule im dritten Quartal um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Sobald bestehende Lagerbestände aufgebraucht sind, könnten diese Kosten schrittweise bei Endgeräten ankommen. Betroffen wären unter anderem PCs, Notebooks, Smartphones und Grafikkarten.

Als Ursache nennt der Hersteller nicht nur die hohe Nachfrage, sondern auch die zunehmende Komplexität moderner Speicherchips. Fortschrittliche Fertigungsstufen benötigen zusätzliche EUV-Belichtungsschritte und deutlich aufwendigere Produktionsprozesse. Gleichzeitig dauert der Bau neuer Fabriken mehrere Jahre, wodurch neue Kapazitäten nur langsam verfügbar werden.

KI bestimmt den Markt

Besonders stark wächst weiterhin das Geschäft mit HBM-Speicher für KI-Beschleuniger. SK hynix erwartet bereits im vierten Quartal, dass HBM4 den älteren HBM3E-Speicher bei Auslieferungen und Umsatz überholt. Parallel treibt das Unternehmen die Produktion von DDR5, LPDDR6 und neuen HBM4E-Lösungen voran.

Für Verbraucher bedeutet das vor allem eines. Die Speicherindustrie sieht derzeit keine schnelle Entspannung. Solange KI-Rechenzentren immer größere Mengen an DRAM und HBM aufnehmen, dürften hohe Preise und eine angespannte Versorgungslage den Markt noch viele Jahre begleiten.

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