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XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation im Test

Radeon RX 5700 XT - immer noch aktuell?

Vor über einem Jahr, um genau zu sein im Juli 2019 hat AMD die Radeon RX 5700 XT mit einer voll ausgebauter Navi-GPU vorgestellt und diese hält sich bis heute gut im Grafikkartenmarkt. Zuletzt gestreute Gerüchte zu der Karte, die besagen, dass AMD die Produktion bereits eingestellt hat, scheinen sich nicht zu bestätigen.

Kurz vom dem Launch der neuen Navi-Generation wollen wir uns noch einmal ein recht junges Modell der Radeon RX 5700 XT von XFX anschauen. Die XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation ist eine insbesonders in der Kühlung gut ausgestattete Karte, die dennoch im Zwei-Slot-Design daher kommt und zu den günstigeren Modellen mit drei Lüftern gehört.

 

Bislang hat sich die Radeon RX 5700 XT preislich extrem gut gehalten und es ist im Vergleich zu älteren Radeon Karten zu keinem so extremen Preisverfall gekommen. Die XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation, die erst im Mai diesen Jahres in den Handel gekommen ist liegt aktuell bei 389,00 Euro, wobei es zu bedenken gilt, dass der Preis der Radeon RX 5700 XT zum Launch bei 419 Euro für das Referenzdesign lag.

Das ist is insbesondere daher interessant, weil die Radeon 5700 Serie nicht nur dazu geführt, dass Nvidia mit den "Super" GeForce nachziehen musste, sondern auch quasi beständig die Preise senken musste.

Die beiden AMD Radeon Karten RX 5700 und RX 5700 XT hatten wir uns zum Launch bereits in einem Test angeschaut haben neben unserem Artikel auch ein Video zur neuen Radeon RX 5700 und RX 5700 XT auf unserem Youtube-Kanal für euch parat.

Aber ist die Radeon 5700 XT auch heute, ach den ganzen Preissenkunegen von AMD noch aktuell oder mittlerweile überholt?

Die Radeon RX 5700 XT tritt immer noch als Konkurrenten für die Mittelklasse an und zielt damit auf Nvidias GeForce GTX 2060 und GTX 2070, denn Leistungstechnisch gibt es hierzu noch keinen Nachfolger, da die GeForce RTX 3070 oder kleinere Karten aus der neuen Generation noch nicht vorgestellt wurden. 

Die XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation

Wie micht anders zu erwareten ist die Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation auch mit einer voll ausgebauten Navi GPU mit 2560 Stream-Prozessoren ausgestattet, die in 40 Compute-Units (oder besser 20 Dual-Compute-Units) angeordnet sind. Die GPU bringt es auf 10,3 Milliarden Transistoren bei einer Die-Größe von 251 mm².

 Getaktet wird die GPU auf der XFX Karte mit den Taktraten des Referenzdesigns und Basis-Takt mit 1605 MHz. Der Game-Takt liegt bei 1755 MHz und der Boost-Takt bei 1904 MHz. Die GPU erreicht damit eine Leistung von 9,75 TFLOPS bei Single-Precision. Die Texturen-Füllrate erreicht 304,8 GT/s und die Pixelfüllrate 121,9 GB/s

Die XFX Radeon RX 5700 XT besitzt wie gehabt ein 256-Bit Speicherinterface mit 8 GB GDDR6 Speicher und ist damit für eine Mittelklasse Karte sehr gut ausgestattet. Die maximale Speicherbandbreite beträgt damit 448 GB/s und liegt über dem alten

Interessant an der Karte von XFX ist insbesondere natürlich der Kühler, denn hier wird ein Kühler mit drei Lüftern angeboten, wobei der in der mitte sitzende Lüfter etwas größer ausfällt, als die beiden Äußeren. Im Idle Mode stehen die Lüfter still, was natrlich für eine angenehme Geräuschkulisse bei Desktop-Arbeiten sorgt. Die Karte ist mit 31 cm recht lang, dafür aber eben nur zwei Slot Dick.

Auf der Rückseite ist die karte mit einer Metallbackplate ausgestattet, die aber über dem PCB schwebt und damit keine Kühlfunktion bereitstelle. Die mit dem XFX-Schriftzug verzierte Backplate dient also nur einer schöneren Optik. Das restliche Gehäuse der Karte besteht aus Kunststoff und umschließt die Karte fast vollständig. Selbst auf der Rückseite findet sich oben eine Art "Sicherheitsbügel" der verhindert, dass man leicht an den oben raus ragenden großen Kühlkörper fassen kann.

Der Kühler der Karte besteht aus zwei vertikal verlaufenden Kühlkörpern, die von fünf heatpipes durchzogen sind. Auf der CPU liegt eine Bodenplatte aus Kupfer auf.

Zum rechten Ende der Karte ist diese von einer Kunststoffabdeckung versehen die auch hier den Kühler und die dort endenden Heatpipes optisch verdeckt. Insgesamt ergibt sich so ein extrem schlichter und unauffälliger Look, der an die ältere XFX Radeon RX 5700 XT Thicc III angelegt ist, die mit höheren Taktraten und ein paar extra verzierungen am Kühler angeboten wird. Dementsprechend aber auch ein paar Euros mehr kostet.

Die XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation besitzt wie üblich eine Board-Power von 225 Watt. Die Karte nutzt wie das Referenzdesign ein 8-Pol-PCIe und ein 6-Pol-PCIe Stecker. Direkt neben den Stromanschlüssen findet sich der von AMD-Karten bekannte Mini-Switch, mit dem man zwischen zwei verschiedenen BIOS-Versionen umschalten kann.

Die Radeon RX 5700 XT besitzt per se keine Crossfire-Anschlüsse mehr, so wie alle aktuellen Modelle von AMD. Wenn man Crossfire nutzen möchte geschieht die Kommunikation schon länger über den PCIe-Bus.

Auch bei den Monitoranschlüssen hält sich die XFX-Karte an den Referenz-Standard. Es gibt drei Displayport-Anschlusse und dazu gesellt sich ein HDMI-Anschluss. Die Anschlüsse allesamt nebeneinander flach auf dem PCB, wobei XFX in zweiter Reihe hier wie seit Generationen seinen Namen "einstempelt". Das stört wenig, da die Karte aufgrund der vertikal verlaufenden Kühlfinnen sowieso nicht über das Slotblech entlüftet.

Die Displayport-Anschlüsse der Radeon RX 5700 XT unterstützen den DisplayPort 1.4 Standard mit DSC (Display-Stream-Compression) und erlauben so extrem hoch Bildwiederholfrequenzen. Die Anschlüsse können 8K-Displays mit 60 HZ oder 4K-Displays mit 144 Hz ansteuern, sind also bestens gerüstet für kommende Monitore.

Testsystem: 

  • AMD Ryzen 7 2700X
  • MSI X470 Gaming M7
  • Corsair Vengance RGB 4x8 GB 3200 MHz
  • Seasonic Prime Ultra 1000
  • Corsair MP510 1 TB SSD
  • Seagate SSHD 4 TB


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