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XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation im Test (7/7)

Fazit

Auch wenn viele schon den Abgesang auf die Radeon RX 5700 XT einläuten, gehört die Karte unserer Meinung nach noch nicht zum alten Eisen. Die Leistung der Karte zeigt sich dank der recht leistungsstarken Mittelklassearchitektur auf Augenhöhe mit Nvidia Karten. Die XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation setzt sich knapp for die GeForce RTX 2070 und knapp hinter die GeForce RTX 2070 Super. Gegenüber der Referenzkarte, die wir seinerzeit getestet haben, ist die Karte minimal schneller, was man aber in der Praxis nicht spüren dürfte.

Damit präsentiert sich die  Radeon RX 5700 XT weiterhin als gute Karte für die 1080p und 1440p Auflösung. Hier liefert die Karte konstant gute Werte. In 2560x1440 erreicht die Karte in 87.5 % unserer Benchmarks Werte über 60 FPS, bei 1080p sind es sogar 95.8%.

Bei 4K-Auflösung reicht die Performance der Karte leider nur für ältere Titel aus. Diese lassen sich noch recht gut spielen, bei neuren sieht es anders aus und die Performance sinkt einfach zu stark ab. Wer flüssig alles in 4K spielen will, muss entsprechend zu den neuen GeForce-Karten greifen, die aber so gut wie nicht verfügbar sind oder aber auf die neue AMD-Generation warten, die alsbald vorgestellt wird und sich sicherlich deutlich über der Radeon RX 5700 XT positionieren wird.

Ein Blick auf das Preis-Leistungsverhältnis bringt Interessantes zu Tage, denn hier hat sich Nvidia an AMD angepasst und bietet nun mit der 2070 Super und 2080 Super etwas das gleiche wie die Radeon RX 5700 XT. Dazu musste Nvidia die Preise im Laufe des Jahres deutlich senken, denn zum Launch der Radeon 5700 und 5700 XT sah das noch ganz anders aus. Beide Karten haben preislich für 1080 und 1440p Gaming dominiert. Das macht auch deutlich welchen Druck AMD mit den Karten in der Mittelkasse ausgeübt hat.

Bei den Verbrauchswerten werden liegen die GeForce Karten ein wenig vor der Radeon, was aber im Gesamtsystem zu Unterschieden in der Leistungsaufnahme von vielleicht 10% führt und gar nicht so stark ins Gewicht fällt. Dass die Radeon RX 5700 XT noch kein Raytracing unterstützt ist unserer Ansicht nach zu verschmerzen, denn zwar bieten die Konkurenten in der gleichen Preisklasse Raytracing an, praktisch ist das aber eher schlecht zu nutzen, da einfach zu langsam. Erst die deutlich teureren Modelle der GeForce 3000 Generation stehen hier besser da, sind aber wie gesagt so gut wie gar nicht verfügbar.

In Sachen Kühlung hinterlässt die Karte eine gute Figur und ist unter Last deutlich leiser als das Referenzdesign und das obwohl es sich bei der Karte auch um ein Dual-Slot-Design handelt. Dass dabei auch noch die Temperaturen gut abschneiden weiß natürlich zu gefallen, denn es bedeutet, dass man noch einige Reserven hat um die Karte mit eigener Lüfterkurve noch etwas leiser zu bekommen.

Kommen wir zum Abschluss. Ob man aktuell noch zu einer RX 5700 XT greifen soll, oder lieber auf die neue Generation warten, lässt sich schlecht vorhersehen. Bei Nvidia hat die neue Generation zu einem massiven Preisverfall der alten Karten geführt, bei AMD muss das nicht unbedingt der Fall sein. Insbesondere vor dem Gerücht, das die Produktion der Karte bereits zurückgefahren wird und de neuen Karten in der Leistung deutlich höher liegen werden.

Für 1080p und 1440p Gaming ist die XFX Radeon RX 5700 XT Triple Dissipation auch heute noch eine gut positioniere Karte. Nur ist sie aufgrund der deutlichen Preissekungen setens Nvidia preislich nicht mehr ganz so im Vorteil und damit attraktiv wie zum Launch. Dank 8 GB schnellem GDDR6 Speicher und PCIe 4.0 wird man mit beiden Karten auch in Zukunft in diesen Auflösungen problemlos zurecht kommen.

Vorteile:

  • Sehr gute Performance bis 1440p
  • In ältere Games auch brauchbar für 4K
  • Moderne Architektur
  • PCIe 4.0 Support
  •  Leiser Betrieb im Idle (Windows Desktop)
  • Akzeptable Verbrauchswerte
  • Viele Software-Features
  •  Übersichtlicher Treiber

Nachteile:

  • Relativ lange Karte
  • Kein Hardware-Raytracing-Support
    (In der Performanceklasse aber auch eher irrelevant)



11.10.20 / rj



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