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Corsair HS70 Bluetooth im Test - Ein Headset für alle Fälle (2/4)

Headset und Treiber/Software

Technisch unterscheidet sich das HS70 Bluetooth vom HS70 Wireless vor allem in der Konnektivität. Der PC-Wireless-Modus ist weg gefallen und dafür das Bluetooth-Modus hinzugeommen.

In Sachen Audio hat Corsair das gleiche Basisdesign genutzt, dass schon beim HS60 und HS70 Wireless zum Einsatz gekommen ist. Die ovalen Ohrmuscheln und runden Metallbügel finden sich in ähnlicher Form bei sehr vielen Headsets auch anderer Hersteller. Die Lösung hat sich als sehr praktikabel und vor allem robust erwiesen. Optisch wirkt das neue Modell etwas filigraner weil Corsair auf die abgesteppten Nähte und andere Details verzichtet. Als Eyecatcher wurden lediglich ein paar fabliche Elemente platziert, die das typische Corsair gelb in das sonst komplett schwarze Headset integrieren.

Die Maße betragen wie zuvor 161 mm (L) x 99 mm (W) x  207 m (H). Die Ohrpolster/Ohrmuscheln sind erneut 10 cm hoch und 9 cm breit. Der Innendurchmesser der Polster beträgt 6.6 x 5. Die Ovalen Polster bieten damit genug Platz und sind deutlich größer als sie beim Anblick des Headsets erscheinen. Selbst mit größeren Ohren wird man hier eine volle Umschließung der Ohren erreichen.

Zwei 50 mm Neodymium Treiber befeuern das Headset, vermutlich die gleichen Treiber, die auch schon im HS70 Eingesetzt wurden. Wie üblich werden diese aber noch auf den im Kopfhörer eingebauten Verstärker abgestimmt, so dass es hier immer noch Unterschiede im Klang gibt. Insbesondere zwischen Wireless und Kabelgetriebenen Kopfhörern können so bei gleicher Treiberbestückung deutliche Unterschiede zu Tage treten.

Wie beim HS60/70 lassen sich die Ohrmuscheln des HS70 Bluetooth wieder nur sehr leicht nur leicht seitlich drehen um sich der Kopfform anzupassen. Ein Punkt der die Ergonomie etwas einschränkt. Auch die vertikale Beweglichkeit ist eher gering. Die Druckverteilung hängt also quasi ausschließlich vom Ohrpolster ab.

Der Kopfbügel des Headsets aus Metall und fällt  dementsprechend stramm aus.  Beide Seiten des Kopfbügels können in acht Stufen ausgezogen werden, wobei der Kopfbügel dann auf jeder Seite um 2,5 cm verlängert wird. Auch an dieser Stelle lässt Corsair wieder sein geliebtes gelb als Markensymbol aufblitzen.

Das Kopfpolster sind dieses Mal mit glattem Kunstleder überzogen und nicht mehr abgesteppt. Das Polster ist angenehm weich, bei längerem Tragen kann die eher rutschhemmende Oberfläche aber doch auf dem Kopf zu Reizungen führen, insbesondere wenn man etwas weniger haare auf dem Kopf hat. Die glatte Version erscheint uns allerdings etwas kopffreundlicher als die gesteppte. Vielleicht hat man genau aus diesem Grund auf das Designelement verzichtet.

 Weiche und gleitende Bezüge aus Mikrofaser wie beim Corsair Void sind aber definitiv auf Dauer bequemer zu tragen.

Mit etwa 335 Gramm ist das HS70 Bluetooth nur 5 g schwerer als das HS70 Wireless, dass auf 330 Gramm kommt. Vergleich man es zum Beispiel mit kabelgebundenen Modellen wie dem Beyerdynamic MMX100 mit 322 Gramm oder dem bekannten Sennheiser PC 360 mit 290g, liegt man hier also in einer recht ähnlichen Geqichtsklasse, trotz verbauter Akkus.

Vom Aufbau her zeigen sich erneut die Ohrpolster erneut als als eines der ergonomischen Highlights am HS70. Wie schon beim HS70 Wireless sind diese äußerst weich aber dennoch irgendwie "stabil". Corsair nutzt hier einen speziellen Memory-Schaum im diesen Effekt zu erreichen. Dank etwa 1.9 cm Höhe kommt es auch nicht zum Kontakt zwischen Ohr und Kofphörer, es sei denn man hat deutlich abstehende Ohren oder presst das Headset stark an. Probetragen ist wie immer die einzige Option hier auf nummer sicher zu gehen.

Beim Mikrofon  hat sich ebenfalls nichts geändert. Es ist komplett abnehmbar und wird einfach mittels Klinkenstecker in die linke Ohrmuschel gesteckt. Diese Lösung ermöglicht es so, das Headset auch als einfachen Kopfhörer zu nutzen, sollte man das Mikro nicht brauchen.

An dem sehr flexiblen dünnen Schwanenhals verbaut Corsair ein unidirektionales Mikro mit Noise-Canceling und einer Impedanz von 2.0KOhm bei einem Frequenzgang von 100Hz bis 10 KHz. Die Sensitivität beträgt -40 dB. Das Microfon wird am Headset einfach in den gelb umrandeten Anschuss gesteckt. Dieser kann bei nichtgebrauch mit einer Gummiabdeckung verschlossen werden und ist somit gut gegen Verschmutzugen geschüztzt.  

Die Positionierbarkeit des Mikrofons ist dank des flexiblen Schwanenhals exzellent, so dass man es quasi in jede beliebige Position bringen kann. In der Beziehung ist das  Modell also vielen Headsets mit eher starrem Mikrofonarm überlegen. Gerade wenn man durch die Nase ausatmet kommt es dort oft zu Windgeräuschen, weil sich das Mikrofon im Luftzug  befindet. 

Am Kofphörer selbst kann über ein Drehrad die Laustärke geregelt werden, wobei es sich um eine digitale Reglung handelt, die auch am PC die Laustärke verändert. Der Regler dreht pro Raststufe 2 Prozentpunkte in der Laustärke hoch, was dazu führt, dass die Erhöhung der Laustärke von von 50 auf 100% zu einer echten Drehorgie führt und man die Laustärke lieber gleich am PC verstellt, wenn es nicht um die Feinjustierung geht. Über einen Drucktaster kann zudem das Mikrofon stumm geschaltet werden.

Neben dem USB Type-C Anschluss, der sowohl als Ladebuchse als auch Anschuss zum PC dient, findet sich auch die Buchse für den Anschluss des beiliegenden Klinkenlabels, dass mit einem Smartphone aber auch Xbox Conroller etc. verbunden werden kann.

An der anderen Ohrmuschel befindet sich der „Power Button“ mit dem das Headset eingeschaltet werden kann. Dieser Button dient aber auch dazu um das Headset per Bluetooth zu koppeln (lange gedrückt halten) oder auch Gespräche anzunehmen. Über dem Button liegt eine winzig kleine LED, die den aktuellen Status des Headsets anzeigt.

Software

Das Corsair HS70 Bluetooth wird wie alle Headsets von Corsair über die iCUE Software gesteuert. Darüber haben wir nun schon so oft bereichtet, dass wir an dieser Stelle einfach auf einen der älteren Corsair Headset Tests verweisen.

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