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Fractal Design ION SFX im Test

ION SFX - erstes SFX-L Netzteil von Fractal Design

Nachdem Fractal Design gerade die neue ION+ Netzteil Serie vorgestellt hat, die sich mit ATX-Formfaktor und 80 Plus Platinum Effizienz recht gut schlägt, kommt kurze Zeit später schon die nächste Neuvorstellung. Die Verjüngungskur der Netzteile von Fractal Design geht also weiter.

In diesem Jahr gab es bei Fractal bereits eine große Verjüngungskur der Fractal Design Webseite und man hat sich dabei auch direkt ein neues Firmenlog gegönnt, bei dem das Wort „Design“ gestrichen wurde, so dass nun nur noch ein Fractal mit einem symbolisierten F übrigblieb. Umgangssprachlich wurde die Firma sowieso schon lange nur noch als Fractal bezeichnet, so dass das neue Logo hier recht gut anknüpfen kann.

Als neues Netzteil-Modell stößt nun zum ION+ das ION SFX. Wie am Namen schon zu erkennen handelt es sich dabei um ein kompaktes und vollmodulares SFX-L-Netzteil.

Das ION SFX Fällt gegenüber dem ION+ nicht nur in der Größe etwas kleiner aus, sondern auch bei der Effizienz. Im Gegensatz zum Platinum ION+ muss das ION SFX mit 80 Plus Gold Effizienz auskommen. Was das genau in Zahlen bedeutet werden wir uns im Test natürlich genau anschauen.

Das ION SFX wird in zwei Leistungsvarianten angeboten, dem kleinen 500 Watt Modell und dem stärkeren 650 Watt Modell. Besonders auffällig an den neuen Netzteilen ist das Design, denn Fractal hat dieses gegen über der ION+ ATX Serie konstant gehalten. Die Netzteile sind optisch äußerst schick geworden und sehen sehr hochwertig aus. Neben der Optik fallen an den ION+ aber auch schnell die modularen Kabel auf, denn diese sind spezielle „Flex-Kabel“ die deutlich flexibler ausfallen als die üblichen Netzteilkabel. So lassen diese sich natürlich erheblich besser verlegen und um ecken ziehen. Da die Netzteile vollmodular sind, gilt das natürlich auch für das ATX-Kabel, das ja immer besonders widerspenstig ausfällt. Fractal nennt die neuen Kabel „UltraFlex DC wires“ und das ION SFX ist nun das zweite Netzteil, dass auf diese Kabel setzt. Gerade beim SFX-Netzteil, das eher in engen und kleinen Gehäusen eingesetzt wird machen die Kabel natürlich noch einmal deutlich mehr Sinn.

Beim Lüfter speist Fractal Kunden im neuen SFX-Netzteil ebenfalls nicht mit Standardware ab. Die Arbeit verrichtet hier ein spezieller 120 mm Lüfter mit FDB-Lüfter und 13 speziell geformten Lüfterblättern, die schon mit niedriger Drehzahlviel Luft bewegen sollen. Das ION SFX arbeitet mit Semi-Passiv-Modus um das Netzteil bei niedrigen Lasten lautlos zu bekommen, der Modus kann aber nicht deaktiviert werden.

Für die Kondensatoren setzt Fractal auf Japanische Modelle und packt auf das Netzteil gleich 10 Jahre Garantie, was für ein recht hohes Vertrauen in die Komponenten des Netzteils spricht. 10 Jahre Garantie ist sind aktuell schon am oberen Ende dessen was Hersteller anbieten. Bei den Schutzschaltungen bietet das ION+ das übliche Programm inklusive OTP, so dass man auch hier das volle Programm geboten bekommt. Wie sich das neue und auch erste SFX-L Netzteil von Fractal Design so schlägt, auf den nächsten Seiten gibt es dazu alle Details mit vielen Messungen auf unserer Chroma-Teststation.

Unser Test-Equipment

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. Bei günstigen Messgeräten sind die Messtoleranzen so hoch, dass eine korrekte Einschätzung der Performance im Vergleich zu anderen Netzteilen kaum möglich ist. Gerade wo die Netzteile in den letzten Jahren immer enger zusammenrücken.

Wir werden In Sachen Testequipment direkt vom deutschen Chroma Service Center unterstützt. Chroma ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit Know-How in Sachen Messtechnik. Die Messtechnik von Chroma gilt im Bereich der Netzteilproduktion und Qualitätskontrolle als Referenz.

Neben der Chroma Teststation verfügen wir über weitere präzise Messinstrumente wie Keysight 34461a 6,5 Digit-Voltmeter, drei 4-Kanal-Oszilloskope mit 100 MHz, mit denen wir konstant alle Spannungen des Netzteils sowie die PG, PS_ON und AC-In Signale überwachen. Zu Kontrolle der Ripple-Noise-Werte besitzen wir zudem eine Low-Voltage-Differential-Probe, wie sie in den ATX-Spezifikationen vorgeschlagen wird.

Das gesamte Testequipment ist unser Eigentum und wurde von uns selbst angeschafft. Es wird nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt und wurde auch nicht von Netzteilherstellern gesponsert. Wir sind diesbezüglich also völlig unabhängig.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir zudem auch noch Zugriff auf die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven haben und in Zweifelsfällen dort unsere Ergebnisse an einer zweiten Station aber in einem anderen Setup verifizieren können. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben um unserer Ergebnisse zu validieren.



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