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Fractal Design ION SFX im Test (10/10)

Fazit

Das neue ION SFX zeigt, dass die Designer bei Fractal Design ihr Handwerk verstehen, denn ohne Zweifel fällt das Netzteil als erstes durch sein hervorragend verarbeitetes und optisch sehr schönes Gehäuse auf. Es gibt aktuell nur wenige SFX-Netzteile, die ein optisch aufgewertetes Gehäuse nutzen.

Die nette Optik wird beim ION SFX zudem auch durch eine sehr solide Leistung unterstützt. Das Netzteil hat keine Probleme den 80 Plus Gold Level bei 230 und 115V zu erreichen und liegt zudem unterhalb von 40 % Last klar über den Anforderungen. In der Spitze werden bis zu 92,5 % Effizienz erreicht. Die Effizienz im Niedriglastbereich zeigt sich ab etwa 35 Watt Last über 80 %, keine Bestwerte aber guter Durchschnitt.

Die Standby-Effizienz liegt auf einem üblichen Level von 77-80 %. Bei den ERP Werten erfüllt das Netzteil die EU617/2013 Anforderungen. Lastfrei werden nur 0.07 Watt im Standby erreicht.

Die Timings insbesondere die Holduptime sind oft eine Schwäche von SFX und SFX-L Netzteilen, aber das ION SFX absolviert diese Tests ohne Fehler, sogar die Holduptime ist mit 15,9 ms quasi genau auf dem Level der geforderten 16 ms, insbesondere da der PG-Delay mit über 4 ms besonders hoch ist. Wichtige Punkte wie Voltage-Rise-Times und die Power-On-Time sind ebenfalls gut, das Power-OK-Delay ist mit allerdings für ein modernes Netzteil recht lang.

Ein Blick auf die Spannungsregulation lässt ebenfalls gute Eindrücke zurück. Die 12V Leitung setzt sich mit einem Spannungsabfall von 0,51 % gut auf Top-Niveau, die besten Netzteile reichen bis unter 0,25 %. Die Nebenspannungen sind nicht ganz so gut reguliert liegen aber immer noch unter 1,5 %. Dank DCDC-Technologie bleiben diese Werte bei Crossload-Belastungen auch erhalten.

Bei der Restwelligkeit liefert das ION SFX besonders auf den PCIe und EPS 12V-Leitungen ein gutes Bild (28 mV). Das ATX-Kabel fängt sich ein paar Störungen ein (48 mV), was aber bei kompakten Netzteilen nicht selten vorkommt. Die Ripple-Werte der Nebenspannungen liegen mit ca. 20 mV auf einem guten Level.

Bei den Schutzschaltungen zeigt sich eine hohe Reserve bei der Leistung, denn das Netzteil schaltet erst bei 930 Watt Gesamtleistung ab. Bis zu 77,5 A lassen sich damit kurzfristig auf der 12V-Leitung abrufen. Die Nebenspannungen schalten deutlich schneller und zuverlässig unter 30 A ab.

Bei den Schutzschaltungen zeigt sich eine hohe Reserve bei der Leistung, denn das Netzteil schaltet erst bei 930 Watt Gesamtleistung ab. Bis zu 77,5 A lassen sich damit kurzfristig auf der 12V-Leitung abrufen. Die Nebenspannungen schalten deutlich schneller und zuverlässig unter 30 A ab.

Bei der Laustärke darf man wie so oft keine Wunder bei SFX/SFX-L Netzteilen erwarten. Die Drehzahl geht beim ION SFX hoch bis zu 1900 UPM. Dass der Lüfter dabei gut hörbar ist verwundert nicht. Unterhalb von etwa 500 Watt Last wird es deutlich besser und unterhalb von 300 Watt ist Stille angesagt. Im Desktop Betrieb sollten die meisten PCs damit leise sein, wenn das genutzt Gehäuse innen nicht zu warm wird.

Insgesamt hat Fractal mit dem ION SFX ein sehr schönes Netzteil in sein Programm aufgenommen. Hier stimmt nicht nur die Optik, sondern auch technisch ist das Netzteil sehr solide und leistet sich keine Schnitzer im Test. Dazu gibt es die gerade im SFX-Einsatz sicherlich nützlichen Flexkabel, die sich gerade in kompakten Cases sehr gut verlegen lassen.

Vorteile

  • Solide Effizienz auf Gold-Level (230 und 115V)
  • Effizienz bis 92.5 %
  • Gute Spannungsregulation unter 1.5%, 12V ~ 0,5 %
  • Gute Ripple-Werte
  • schönes Gehäusedesign, gute Verarbeitung
  • sehr flexible vollmodulare Kabel
  • hohe Leistungsreserven für SFX-L
  • Solide Timings/Holduptime

Nachteile

  • Semipassiv leider nicht deaktivierbar wie bei ION

23.10.19 / rj

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