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Corsair MP600 Force Series PCIe 4 NVMe SSD im Test (11/11)

Fazit

Die Corsair Force MP600 zeigt sich als eines der ersten Produkte für den neuen PCIe 4.0 Standard bereits zum Start als sehr starkes Produkt. Die neue SSD mit dem Phison PS5016-E16 Controller setzt sich wie eigentlich nicht anders zu erwarten war im Gesamtrating an die Spitze aller bisher getesteten SSDs.

Im Vergleich zur Corsair MP510 mit dem PS512-E12-Controller liegen die Vorteile aber vor allem im Maximaldurchsatz bei kurzzeitigen Zugriffen. Sobald die SSD komplexere Aufgaben durchführt oder längere Zeit belastet wird fällt die Performance in etwa auf das gleiche Niveau wie das PCIe 3.0 Modell. Das liegt natürlich nicht am PCIe 4.0 Interface oder dem Controller selbst, sondern daran, dass die genutzten Flashspeicher eine derart hohe Performance nicht langfristig aufrechterhalten können.

Die Performanceunterschiede zu PCIe 3.0 SSDs zeigen sich vor allem in den reinen Lese und Schreiboperationen mit kleineren Dateien. Insbesondere dann, wenn die Zugriffe auch noch Multithreaded sind. Sobald man mehr in die Praxisbenchmarks schaut, schwindet der Vorsprung doch deutlich. In einigen Fällen liegt hier sogar das ältere MP510 Modell vorn, Was aber auch an der unterschiedlichen Plattform liegen kann, denn die alten SSDs wurden nicht auf einem PCIe 4.0 Mainboard getestet, da diese seinerzeit nicht verfügbar waren.

In dem Dauerstresstest über 240 Minuten zeigt die Corsair Force MP600 ein interessantes verhalten und kann die maximale Performance zu Beginn deutlich länger halten als die MP510. Dafür fällt sie dann irgendwann schlagartig ab und nicht langsam zurück.

Bei der Corsair Force MP600 handelt es sich im Gesamtergebnis um die schnellste SSD, die wir bisher getestet haben. Ob man diese Performance in der Praxis nutzen kann, hängt maßgeblich vom eigenen Einsatzgebiet ab und kann so kaum allgemein beantwortet werden.

Der Performanceschub, den PCIe 4.0 im Maximaldurchsatz bringt, muss man aktuell allerdings noch teuer bezahlen. Denn gegen das „Schnäppchen“ Force MP510 ist die Force MP600 fast doppelt so teuer und kann entsprechend nur auf den passenden Mainboards mit PCIe 4.0 genutzt werden. Damit fällt die SSD aktuell klar in die Kategorie „Enthusiasten Produkt“ und richtet sich an Leute, die gerne das Schnellste und Neuste haben wollen und über den höheren Preis hinwegsehen.

Vorteile:

  • Sehr hohe Maximalperformance
  • Über 600.000 IOPS bei 4K-Zugriffen möglich
  • Performance wird beim Schreiben lange gehalten (~ 10 Minuten)
  • Mitgelieferter Kühlkörper
  • Fünf Jahre Garantie

Nachteile:

  • Aktuell noch hoher Preis

31.12.19 / rj/ar



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