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Corsair MP600 Force Series PCIe 4 NVMe SSD im Test

Force MP600: Mehr Durchsatz dank PCI-Express 4.0

Corsair hat mit der Force MP600 als erster Hersteller eine SSDs angekündigt, welche mit dem PCI-Express-4.0-Standard aufwarten kann und damit noch mehr Leistung bietet als die M.2-Varianten mit PCIe-3.0. Nun ist die SSD breit verfügbar und auch entsprechende Mainboards werden für AMDs Ryzen Prozessoren zu genüge angeboten. Es wird also Zeit sich dem Thema PCIe genauer zu widmet.

Corsair hat sich über die letzten Jahre zu einem echten Allround-Hersteller gemausert, welcher nicht nur Gehäuse, Tastaturen, Mäuse, Lüfter, Arbeitsspeicher und Netzteile im aktuellen Portfolio hat, sondern auch mit individuellen Kühlungen, Gaming-Stühlen und Datenspeichern aufwarten kann. Dazu zählen auch SSDs, wobei Corsair zuletzt vor allem mit der Corsair Force MP510 große Erfolge feiern konnte.

Mit der Einführung der Ryzen-3000-CPUs und den Mainboards mit X570-Chipsatz hat AMD den Startschuss für die neue PCI-Express-4.0-Generation für die Mainstream-Plattformen gegeben. Die erste Plattform von Intel mit dem PCI-Express-4.0-Standard wird hingegen erst im nächsten Jahr erwartet.

Um die volle Leistung der Corsair Force MP600 abrufen zu können, ist aktuell also  ein AM4-Mainboard mit aktuellen Ryzen-3000-CPU und X570-Chipsatz oder eine Ryzen-Threadripper-3000-CPU mit TRX40-Mainboard nötig.

Dank der Abwärtskompatibilität des  PCI-Express-Standard lässt sich die Force MP600 vor Corsair zwar  auch auf älteren Systemen nutzen, solang ein M.2-Slot mit PCI-Express-Anbindung vorhanden ist. Die Nutzung der Force MP600 in einem M.2-Slot mit PCIe-3.0-Anbindung geht allerdings mit deutlichen Performanceeinbußen beim Maximaldurchsatz einher. Intel Nutzer können dementsprechend aktuell keinen wesentlichen Vorteil aus den schnelleren SSDs ziehen und sollten einfach weiter auf PCIe 3.0 Modelle setzen, wie eben die MP510, die aktuell noch deutlich günstiger zu haben sind.

Mit einer maximalen Lesegeschwindigkeit von 4.950 MB/s und einer maximalen Schreibgeschwindigkeit von bis zu 4.250 MB/s sprengt die Corsair Force MP600 Force die theoretischen Werte des PCI-Express-3.0-Standards für vier Lanes und wird logischerweise bei Verwendung auf PCI 3.0 dementsprechend limitiert.

Für die Bereitstellung der Geschwindigkeit der Corsair Force MP600 sorgt in erster Linie der Phison-Controller PS5016-E16 mit acht ARM-Kernen über bis zu acht Kanäle zusammen mit dem 3D-TLC-NAND-Flashspeicher von Toshiba. Für eine optimale Performance sorgt der NVMe-1.3-Standard. Die maximalen IOPS beim Lesen und Schreiben von 4K-Dateien werden mit stolzen 680.000 beziehungsweise 600.000 angegeben., die man in theoretischen Benchmarks auch wirklich erreichen kann.

Das eine solche Performance nicht zu einer Temperatur eines kalten Kaffees zu erreichen ist, wird jeder vermuten, der die Temperaturen der deutlich langsameren PCIe 3.0 SSDs kennt. Die Corsair Force MP600 wird daher auch direkt mit einem vormontierten Kühler ausgeliefert. Dieser ist dankenswert nur aufgeklipst und kann sehr leicht abgenommen werden um die SSD in Mainboards einzusetzen, die bereits einen Kühler besitzen. Davon gibt es ja eine ganze Menge auf dem Markt, bei vielen ist der Einsatz mit einem vorhanden Kühler sogar überhaupt nicht möglich, da Chipsatzkühler und Kühler für die SSD aus einer Einheit bestehen.

Das heißeste Element der SSD, der Phison Controller, befindet sich auf der Oberseite der SSD und wird über ein Wärmeleitpad direkt vom großen Kühler auf der Oberseite gekühlt.

Die Force MP600 wird aktuell in drei Versionen mit 500, 1000 und 2000 GB angeboten. Die Preise für die SSD bewegen sich von etwa 130 € für das kleinste Modell bis hin zu fast 400 Euro für die 2 TB Version. Wir testen das 1 TB Modell das aktuell für etwa 200 Euro angeboten wird (Amazon*)

Wie sich die neue Corsair Force MP600 mit dem PCI-Express-4.0-Standard in unserem Testparcours schlägt, klären wird auf den nächsten Seiten.

Testplattform

SATA/M.2 Anbindung:

  • SATA III: Interner Controller des X570 Chipsatz
  • M.2:  PCI-4.0-Express 4x Anbindung des X570 Chipsatz/Ryzen CPU

Betriebssystem & Benchmarks

  • Windows 10
  • HDTune Pro
  • PCMark 7 und PCMark 8
  • Passmark Advanced Disk Test 9
  • ATTO
  • AS SSD
  • CrystalDiskMark
  • Intel IO-Meter


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