OCZ Enyo USB 3.0 SSD im Test (12/12)
Fazit
schnell, schneller am schnellsten ... aber auch
teuer!
Die OCZ Enyo ist eins der ersten Geräte bei uns im Test, welches
demonstriert wie leistungsfähig eine gute USB 3.0 Schnittstelle ist. Die
externe SSD platziert sich in den Benchmarks etwas hinter den internen SATA
2 Indilinx SSDs, was aber zu erwarten war. Bis zu 180 MB beim Lesen und 165
MB beim Schreiben auf externe Gräte. Das sind Werte, die man sich erst
einmal durch den Kopf gehen lassen muss. Ein 1 Gigabyte großes File wird in
etwa 6 Sekunden auf die Enyo geschrieben ist. Unter USB 2.0 würde das Ganze
etwa 31 Sekunden dauern. 100 GB schreibt man auf die Enyo in etwas über 10
Minuten, selbst mit einer schnellen externen Festplatte würde man wohl gut
doppelt so lange brauchen.
Für das einfache Speichern von Daten ist so eine externe SSD schon fast
zu schade, es sei denn man hat es extrem eilig. Immerhin könnte man die SSD
mit der Geschwindigkeit auch für ganz andere Zwecke nutzen. So bietet sich
die Enyo dann auch an, um Daten Live auf der SSD zu bearbeiten und nicht nur
als schnöder Datenspeicher. Wer schon einmal größere Bilder auf einem
externen USB 2.0 Laufwerk bearbeitet hat, weiß das zum Beispiel die
Autospeichern Funktion da schon nerven kann. Bei der Enyo merkt man davon so
gut wie gar nichts, denn sie Speichert schneller als eine interne
Festplatte, ja zum Teil sogar schneller als eine interne SATA 2 SSD.
Dementsprechend eignet sie sich auch für professionelles arbeiten, wenn ein
gescheiter USB 3.0 Controller vorhanden ist.
Hier liegt dann auch eine kleine Stolperfalle, denn auf Mainboards ist
USB 3.0 nicht gleiche USB 3.0. Ein schlecht angebundener USB 3.0 Controller,
kann die Performance des Enyo um gut 50% und mehr drücken.
Die Enyo selbst passt gut in jede Jackentasche, wäre da nicht das
platzraubende Kabel , das den Eindruck in Sachen Portabilität leider etwas
trübt. Hier sollte sich OCZ noch eine zusätzliche kompakte Lösung einfallen
lassen.

Natürlich hat so ein tolles Gerät auch Schattenseiten und das ist hier
leider der Preis. Sind SSDs ja schon nicht billig, kommt bei der Enyo noch
einmal der USB 3.0 Preisaufschlag dazu. Die hohe Geschwindigkeit im
Vergleich zu einer externen Festplatte muss man sich teuer erkaufen. Für das
von uns getestete 128 GB Modell werden so über 200 Euro fällig. Für das
gelegentliche Transportieren von Daten ist das wohl etwas zu viel.
Daher empfiehlt sich die Enyo auch nicht zum einfachen Speichern größerer
Datenmengen, sondern für Aufgaben, bei denen es wirklich schnell gehen muss.
Muss man zum Beispiel größere Dateien öfter an verschiedenen Systemen
bearbeiten, so kann die Enyo wirklich zeitsparen, da man sich das ständige
hin und her kopieren sparen kann. Genauso sieht es aus, wenn man extrem oft
große Datenmengen hin und her Transportieren muss, und kein Netztwerk zur
Verfügung steht, auch dabei lässt sich mit der Enyo Zeit sparen. Oder aber
man will sich einfach den Luxus gönnen einen extrem schnellen und dazu
großen transportablen und unauffälligen Speicher zu haben. Auf jeden Fall
dürfte die OCZ Enyo derzeit die schnellste, verfügbare externe USB 3.0
Speicherlösung sein.
Bezugsquellen/Preisvergleich
