Externe Festplatten, die über eine Netzwerkverbindung das heimische Netzwerk bereichern, erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch um sich von der zunehmenden Konkurrenz abzusetzen, müssen die Hersteller ihr Produkt mit neuen Ideen und weiteren Funktionen ergänzen.
Synology präsentiert auf dem deutschen Markt gleich zwei Produkte,
die es mit der Konkurrenz locker aufnehmen können. Denn die meisten
Konkurrenz-Anbieter beschränken sich oftmals auf die grundlegenden
Funktionen einer externen Festplatte, bzw. eines Heim-Servers. Synology
geht da schon ein paar Schritte weiter. Den Anfang macht die Synology
Disk Station DS-101j. Sie arbeitet noch mit dem klassischen IDE und
bindet hierüber eine Festplatte an, die sie über eine LAN-Schnittstelle
mit dem Netzwerk verbindet. Interessant wird es jedoch durch die drei
USB2.0 Schnittstellen, die weitere externe Festplatten und USB-Sticks
aufnehmen können, sei es temporär oder auch permanent, um die Kapazität auf Dauer zu erhöhen. Über die USB-Schnittstelle lässt sich aber auch ein
USB-Drucker betreiben. Somit fungiert die Disk Station wahlweise auch als
Print-Server. Und dies ist tatsächlich nur der Anfang. Die Disk Station
besitzt sogar eine erweiterte Server-Funktionalität. Unterstützt werden
PHP, MySQL und Apache, um komplexere Webseiten über die Disk Station im
Internet freizugeben. Auch ein FTP-Server ist über die Firmware
integriert, genauso wie auch der Support für dynamisches DNS. Zu haben ist die Disk Station wahlweise mit und ohne
Festplatte und zwar endlich auch direkt in Deutschland. Ohne Festplatte kommt sie dabei auf 149 Euro und ist ab sofort
erhältlich.
Für ambitioniertere Anwender ist womöglich die Cube Station CS-406e eine
bessere Wahl. Sie bietet alle Funktionen, wie auch die Disk Station.
Jedoch besitzt sie nur zwei USB-Schnittstellen. Dafür ist die
Netzwerkanbindung per Gigabit-LAN möglich und es findet sich Platz für
vier SATA-Festplatten, die über RAID 1, 0 oder 5 miteinander verbunden
werden können. Die Cube Station verfügt auch über mehr
Schutzmechanismen. So ist z.B. der integrierte FTP-Server in ihrem Fall
mit SSL nutzbar. Besonders wohl fühlt sie sich in
Windows-Netzwerken, die über einen Domain-Controller verfügen. Denn da
sie Microsofts Active Directory unterstützt, kann sie sich direkt integrieren und Benutzer-Freigaben erfragen. Doch die Cube Station kann noch mehr. Per
Download-Redirector kann man auf dem eigenen PC einen Download starten, der dann von der
Cube Station ausgeführt wird. Gerade für größere Downloads kann dies
ganz praktisch sein, da der eigene PC in der Zwischenzeit nicht
benötigt wird. Preislich ist die Cube Station aber auch ein ganz
anderes Kaliber, immerhin werden hier 499 Euro fällig und dass ohne
Festplatten. Für soviel Geld bastelt sich der ein oder andere dann doch lieber einen echten Server.
