Wir schreiben den 25 Januar 2003, als der SQL-Wurm Slammer innerhalb von nur etwa 15 Minuten über 100.000 Rechner infiziert, darunter eine große Zahl offizieller Microsoft-Server, und sogar dafür sorgt, dass Südkorea stundelang vom Internet getrennt ist. Seitdem geistert der Wurm durchs Netz, ohne dass die Experten genau wissen, welche Ziele die Entwickler des Wurms verfolgen.
Der Wurm nutzt die Tatsache aus, dass SQL-Server nur selten heruntergefahren werden und setzt sich im Arbeitsspeicher der Server fest, ohne Spuren auf der Festplatte zu hinterlassen. Seine Angriffe erfolgen dabei stets über den UDP-Port 1434. Microsoft veröffentlichte bereits vor etwa einem halben Jahr ein Sicherheitsupdate, das jedoch viele Firmen noch immer nicht einsetzen.
Seit dem 10. März 2011 sind die Angriffe auf diesen Port dennoch überraschend zurückgegangen und lagen den Kaspersky Labs zufolge am 12. März bei gerade einmal noch zehn Prozent der sonst üblichen Angriffe. Eine Erklärung für den enormen Einbruch der Wurm-Aktivität können jedoch auch die Experten von Kaspersky nicht nennen und stehen damit vor einem Rätsel.
Microsofts Patch Day am 9. März habe keine SQL-Updates gebracht, so Kaspersky und auch Microsofts Operation b107 gegen das Rustock-Botnetzwerk fand erst eine Woche nach dem Slammer-Einbruch statt. Es ist also nicht auszuschließen, dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm ist.