
Bereits 2018 hatte Tachyum den Chip vorgestellt und einen Marktstart für 2020 angekündigt. Daraus wurde nichts. Statt fertiger Hardware folgten zahlreiche Verzögerungen und immer neue Spezifikationen.
Insolvenzverfahren gestartet
Nach Medienberichten leitete das zuständige Gericht inzwischen das Insolvenzverfahren ein. Sollte das Unternehmen endgültig für zahlungsunfähig erklärt werden, könnten Patente und weitere Vermögenswerte verkauft werden, um Gläubiger zu bedienen.
Besonders bitter ist die Entwicklung, weil Tachyum trotz jahrelanger Arbeit nie einen marktreifen Prodigy-Prozessor präsentieren konnte. Das Projekt wurde regelmäßig als möglicher Konkurrent für Server-, HPC- und KI-Prozessoren positioniert.
Wie es mit Prodigy weitergeht, bleibt offen. Die Insolvenz stellt jedoch den bislang größten Rückschlag in der Geschichte des Projekts dar.