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Hands-On zum neuen Nintendo Switch

Sonntag, 22. Jan. 2017 20:30 - [rj]

Um der Fachpresse vorab einen Eindruck von der neuen Switch-Konsole zu verschaffen veranstaltete Nintendo am vergangenen Dienstag eine geschlossene Spielemesse in München. TweakPC war vor Ort und berichtet.

Die „Switch“ getaufte Konsole, deren Projektname NX ist, soll die Ablöse für die Wii U werden. Bei der Switch handelt es sich um eine Kombination aus stationärer Konsole und Handheld: Auf einem Tablet (mit Touchscreen) sind alle Spieldaten gespeichert und dort befindet sich auch die Rechenhardware. Eine Basistation dient als Ladestation und zur Verbindung mit Fernsehern.

Zusätzlich gibt es zwei Controller, die entweder am Tablet befestigt oder über eine kabellose Verbindung frei gehalten werden können. Der Übergang zwischen Standkonsole und Handheld ist fließend, man kann also beispielsweise mitten während einem Spiel einfach das Tablet herausnehmen, in den Bus steigen und dort ohne Spielstandverlust direkt weiterspielen.

Hands-On zum neuen Nintendo Switch​​

Im Inneren der Konsole rechnet entgegen den Konsolen von Sony und Microsoft – und auch der hauseigenen WiiU – kein Chip von AMD, sondern ein Tegra-X1-SoC von Nvidia. Dieser setzt auf A57 Kerne und Maxwell-Shader im 20nm Prozess von TSMC. Je nach dem ob das Tablet angedockt ist oder nicht sind die Taktraten höher oder niedriger.

Darüber hinaus hat das Gerät einen microSD(XC)-Slot um den standardmäßig verbauten Speicher von 32GB zu erweitern. Hier müssen allerdings nicht unbedingt die Spiele selbst untergebracht werden: Es gibt zusätzlich einen proprietären Speicherkartenanschluss. Hier werden Spiele sozusagen nach dem Gameboy-Prinzip auf die Konsole gebracht.

Zur Bilddarstellung dient, sofern die Konsole nicht an einen Bildschirm angeschlossen ist, ein 6,2 Zoll 720p Bildschirm.

Spezifikationen der Nintendo Switch

  • Release: 03. März 2017
  • Abmessungen: 102 x 239 x 13,9mm
  • Gewicht (Gerät): 297g
  • Gewicht (Beide Controller): 101g
  • CPU/GPU: Tegra X1
  • Arbeitsspeicher: 4Gb
  • Speicher: 32Gb intern
  • Speicherslot: microSD(XC)
  • Display: 720p 6,2“
  • Akku: 4310 mAh
  • Preis: 329€

Der Fokus des Events lag nicht auf der Hardware der Konsole, sondern ausschließlich aus dem Anspielen und vorzeigen der bald für die Konsole erscheinenden Teile: In zwei Hallen waren massig Konsolen aufgebaut, auf denen unterschiedliche Spiele angespielt werden konnten.

Die höchste Priorität räumte Nintendo dem neuen Ableger der Traditionsreichen Zelda-Serie ein: Breath of the Wild wird ein Launchtitel der Switch. Der Third Person Open World Titel setzt die Geschichte des Hauptprotagonisten Link in der Welt Hyrule erneut weiter. Als Grafikstil kommt eine Cell-Shading-Optik zum Einsatz.

Doch natürlich waren auch andere Titel spielbar: Für die Demo von Splatoon 2, das neue Mario Kart und das Spielepaket „1,2 Switch“ waren jeweils auch viele Spielplätze reserviert. Letztgenanntes ist eine Sammlung aus Minispielen, die gemeinsam gespielt werden. Die jeweiligen Spiele sind nur recht kurz, dürften aber vor allem auf Partys großen Anklang bei Jung und Alt finden.

In der zweiten Halle waren noch weitere Spiele aufgebaut, auch von anderen Publishern als Nintendo selbst. Beispielsweise die neuen Ableger von Bomberman und Just Dance.

Laut dem Leiter der deutschen Marketingabteilung befinden sich aktuell über 80 Spiele für die Nintendo Switch in Entwicklung, angekündigt sind beispielsweise Minecraft, Fifa, Skyrim und Street Fighter.

Ein großes Highlight des Events war der Votrag von Eiji Aonuma, dem Chefentwickler des neuen Zelda. Dieser präsentierte in gut 20 Minuten die Funktionen und Neuigkeiten des Spiels. Ein entsprechendes Video dazu gibt es natürlich auch:

Zuletzt noch ein paar Worte zu Grafik und Steuerung: Die Switch liefert im großen und ganzen eine stimmige Grafikqualität ab, was aber vor allem an den verwendeten Grafikstilen liegt: Cell-Shading oder 2(,5)-D dominieren hier deutlich. Das ist für Nintendo so üblich und passt auch zu den Spielen – ein photorealistisches Just Dance oder Mario Kart würden viele wohl als absurd ansehen – dennoch muss klar sein, dass man auf der Switch keine AAA Grafik erwarten können wird. Dafür sind CPU und GPU zu stark limitiert.

Die Steuerung der Switch funktioniert problemfrei: Die Controllersteuerung am TV ist natürlich die komfortabelste Möglichkeit, doch auch im „Handheld Mode“ lassen sich komplexere, schnelle Spiele wie beispielsweise Splatoon 2 gut steuern. Ein wenig Übung ist aber natürlich erforderlich.

Der Tabletop Mode, also Controller und Tablet getrennt, funktioniert eben so gut.

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