Ein bislang nicht offiziell angekündigter Intel-Grafikchip mit der Bezeichnung Arc B370 ist in einem geleakten FurMark-2-Benchmark aufgetaucht. Die integrierte GPU (iGPU) stammt offenbar aus einem "Core Ultra 5 338H" Engineering Sample, das der kommenden Panther-Lake-H-Plattform zugeordnet wird.

Im Benchmark erreicht die Xe3-Grafikeinheit 2383 Punkte bei bis zu 2300 MHz Boost-Takt und einer gemeldeten Leistungsaufnahme von bis zu 36 Watt - vermutlich für das gesamte APU-Paket. Damit liegt die B370 iGPU unterhalb der bisherigen Arc 140V (2736 Punkte) und 140T (2398 Punkte), die mit deutlich geringerer Leistungsaufnahme (10-12 W) effizienter arbeiten. Die Energieeffizienz des neuen Designs wird daher kritisch gesehen.
Die genaue Positionierung der B370 bleibt unklar. Während Intel in offiziellen Präsentationen zuletzt nur vier- und zwölf-Xe-Core-Varianten für Panther Lake erwähnte, scheint das getestete Modell über zehn Xe-Kerne zu verfügen - ein bislang nicht dokumentiertes Zwischenmodell. Auch die Bezeichnung "B370" sorgt für Verwirrung: Das "B" steht üblicherweise für dedizierte Battlemage-GPUs, doch Panther-Lake-iGPUs mit Xe3-Architektur sollen laut Intel nicht zur Celestial-Generation gehören.
Die getestete Konfiguration stammt aus einem OneXPlayer X1 i Handheld-Gerät, das ebenfalls noch nicht offiziell vorgestellt wurde. Die Kombination aus hoher Leistungsaufnahme und unterdurchschnittlicher Performance legt nahe, dass es sich um ein frühes Sample mit nicht finalen Treibern und Energieprofilen handelt.
Die Arc B370 iGPU liefert damit nur einen ersten Hinweise auf Intels kommende Xe3-Architektur im mobilen Segment, bleibt aber in ihrer aktuellen Form hinter den Erwartungen zurück. Die ungewöhnliche Kernkonfiguration und die uneindeutige Namensgebung deuten auf ein experimentelles Zwischenmodell hin. Eine offizielle Einordnung durch Intel steht noch aus.
