Der bekannte Leaker "Kepler_L2" hat nun jedoch die Erwartungen vieler Nutzer deutlich gedämpft. Seiner Einschätzung nach wird RDNA5 frühestens Mitte 2027 erscheinen und damit deutlich später, als einige Analysten und auch Fans der Marke gehofft hatten.
Ausgelöst wurde die Debatte durch Spekulationen auf X, wonach AMD für RDNA5 auf 2-nm- oder 4-nm-Fertigung von Samsung setzen könnte. Kepler_L2 widersprach dem entschieden und bezeichnete diese Annahmen als unrealistisch. Nach seinen Informationen basiert RDNA5 bereits auf TSMCs NP3-Prozess, der laut TSMC die derzeit fortschrittlichste Fertigungstechnologie des Unternehmens darstellt. NP3 soll Verbesserungen bei Leistung, Effizienz und Chipfläche bringen und folgt auf die optimierten Varianten N3E und N3P, die bereits höhere Dichte und Effizienz bieten. Ein Marktstart im kommenden Jahr gilt daher als ausgeschlossen.
Gerüchte deuten darauf hin, dass RDNA5 rund 50 Prozent mehr Compute-Units als Navi 48 bieten könnte, was die Rechenleistung spürbar erhöhen würde. Zudem ist von einem breiteren Speicherinterface zwischen 348 und 512 Bit sowie bis zu 32 GB VRAM die Rede. Offizielle Angaben von AMD stehen jedoch weiterhin aus, und es ist unklar, wann konkrete Informationen zu erwarten sind.
Eine zusätzliche Unbekannte ist die Lage am Speichermarkt. DRAM-Preise sind zuletzt stark gestiegen und sollen laut Branchenanalysen bis mindestens 2028 hoch bleiben. Für AMD könnte das Jahr 2026 daher insgesamt vergleichsweise ruhig verlaufen, bevor RDNA5 in der zweiten Hälfte des darauffolgenden Jahres eine größere Rolle spielt.
