
Besonders das Topmodell Ryzen AI Max+ 495 steht dabei im Fokus: Es soll erstmals eine integrierte Grafikeinheit mit bis zu 3 GHz bieten – konkret die Radeon 8060S mit 40 Compute Units und 2.560 FP32-Shadereinheiten auf Basis von RDNA 3.5 (GFX115X). Damit würde AMD die bisherige Grenze für iGPU-Takt deutlich nach oben verschieben.
Zusätzlich soll der dedizierte Neuralprozessor (NPU) auf bis zu 60 TOPS beschleunigt werden. Diese Vorgehensweise hatte AMD bereits bei Gorgon Point angewandt. Auch das Speicherinterface erfährt ein kleines Upgrade: Statt LPDDR5X mit 8.000 MT/s sollen nun bis zu 8.533 MT/s unterstützt werden. Die CPU-Boostfrequenz steigt beim 495er Modell auf bis zu 5,2 GHz, was einem Plus von 100 MHz gegenüber dem Vorgänger entspricht. Die übrigen Modelle der Serie erhalten ebenfalls kleinere Taktsteigerungen, bleiben aber technisch weitgehend identisch.
Branchenbeobachter sehen den Refresh vor allem als Marketingmaßnahme. Wie schon beim Übergang von Ryzen AI 300 zu Ryzen AI 400 handelt es sich wohl um dieselben Chips mit neuen Bezeichnungen und leicht angehobenen Frequenzen. AMD profitiert dabei von weiter gereiften Fertigungsprozessen, die höhere Taktraten ohne großen Mehraufwand ermöglichen.
Technisch bleibt der Schritt überschaubar. Die RDNA-3.5-Grafik ist bereits bekannt, und auch die NPU-Leistung wurde in ähnlicher Form bei Gorgon Point erreicht. Dennoch könnte die 3-GHz-Marke bei der iGPU ein wichtiges Signal sein – nicht nur für AMDs Positionierung im mobilen Segment, sondern auch als Reaktion auf Intels Panther Lake Plattform, die mit Xe3-Grafik und effizienter Architektur ebenfalls auf höhere iGPU-Leistung setzt.
