
Hintergrund ist wohl ein Deal mit Epic-Games nach dem verlorenen Prozess, der Google rund 800 Millionen Dollar einbringen soll und Fortnite wieder im Play-Store platziert.
Die neuen Gebührenmodelle unterscheiden sich klar von Apples starren 30 Prozent. Google erlaubt externe Links und alternative Bezahlmethoden für alle Apps und erhebt dafür eine Grundgebühr von 10 Prozent plus 5 Prozent für Play-Zahlungen. Unter einer Million Umsatz bleiben Entwickler bei 15 Prozent, darüber steigen die Sätze auf 20 oder 25 Prozent plus 5 Prozent für bestehende Installationen.
Für Epic ist das ein klarer Erfolg, obwohl Google weiterhin mitverdient. Apple hingegen darf in den USA derzeit keine Gebühren auf externe Käufe erheben, nachdem ein Gericht die Anti-Steering-Regeln gekippt hatte. Sollte Apple vor den Supreme-Court verlieren, könnte das Unternehmen gezwungen sein, ein ähnliches Modell wie Google einzuführen. Ironischerweise wären Apples geplante 12 Prozent für kleine Entwickler und 27 Prozent für externe Käufe nur geringfügig höher als Googles neue Struktur. Dennoch lobt Epic Google und bekämpft Apple weiter. Die neuen-Play-Regeln könnten damit zum Blaupause-Streitfall werden, wenn Apple erneut vor Gericht über seine Gebühren verhandeln muss.