Qualcomm hat seine Kunden über bevorstehende Preiserhöhungen informiert. Laut einem Schreiben, das Bloomberg vorliegt, sollen Produkte, die nach dem 1. September ausgeliefert werden, um einen zweistelligen Prozentsatz teurer werden.

Qualcomm verweist auf gestiegene Kosten bei Zulieferern, die das Unternehmen nicht länger selbst auffangen könne. Versuche, Komponenten von alternativen Lieferanten zu beziehen, hätten keine ausreichende Entlastung gebracht.
Besonders ins Gewicht fällt die Abhängigkeit von TSMC, dem wichtigsten Fertigungspartner. Der taiwanische Hersteller hat seine Preise in den vergangenen 12 Monaten bereits erhöht und weitere Anpassungen stehen offenbar bevor. Qualcomm bündelt zudem verschiedene Chiptypen und Speicherkomponenten wie Prozessoren, Power-Management-Schaltungen und DRAM, wodurch die gestiegenen Kosten besonders sichtbar werden. Weitere Details könnte das Unternehmen am 29. Juli nennen, wenn die Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals 2026 vorgestellt werden.
Die Preiserhöhungen könnten zahlreiche Geräte verteuern. Qualcomm-Chips stecken in Smartphones, Autos, Routern, Windows-Notebooks, Wearables, VR-Headsets und vielen Smart-Glasses-Modellen. Hersteller müssen entscheiden, ob sie die höheren Kosten selbst tragen oder an Endkunden weitergeben. Die Smartphone-Branche ist bereits stark belastet. Im zweiten Quartal 2026 fiel die Zahl der ausgelieferten Geräte auf den niedrigsten Stand seit 2013. Besonders Einstiegs- und Mittelklassemodelle werden für Hersteller zunehmend unrentabel.