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Chieftec CSN-550C Compact Series SFX im Test (8/9)

Lautstärke

Die Laustärke von Netzteilen hängt bei neuen Modellen in der Regel extrem von der Effizienz ab und der Lüfterdrehzahl ab. Grob kann man also sagen, dass je effizienter ein Netzteil ist, desto weniger Kühlung also Drehzahl ist erforderlich und desto leiser wird es auch sein. (Wenn der Hersteller die Lüftersteuerung nicht komplett aus dem Ruder laufen lässt). Hohe Effizienz bedeutet nämlich nichts anderes, als das weniger Wärme abzuführen ist, der Lüfter also langsamer drehen kann.

Das Chieftec  CSN-550C, besitzt unter Volllast eine Lüfterdrehzahl von 2850 RPM. Damit ist das Modell wie die meisten SFX-Netzteile mit kleinem 80 mm Lüfter natürlich nicht besonders leise. Der Lüfter gibt bei dieser Drehzahl natürlich die typischen Laufgeräusche von sich, die sich kaum verhindern lassen. Angenehmerweise sinkt die Drehzahl doch relativ schnell und so ist das  CSN-550C unter 300 Watt Belastung von den Geräuschen her doch schon eine ganz andere Nummer und durchaus noch als angenehm zu bezeichnen.

Der semipassive Modus des Lüfters hat leider einen kleinen Nachteil. Hier findet sich einer der ganz wenigen Patzer, den man am neuen  CSN-550C von Chieftec finden kann. Die Lüftersteuerung besitzt nämlich leider keine Hysterese, so dass der Lüfter beim abkühlen des Netzteils ständig an und aus geht. Das ist nicht nur wegen der Geräuschkulisse ärgerlich, es ist auch nicht sonderlich gut für die Haltbarkeit des Lüfters. Unter halb von etwa 200 Watt beginnt die semipassive Schaltung zu wirken, allerdings dauert es ewig, bis die Steuerung sich eingependelt hat, wenn das überhaupt funktioniert. Selbst bei geringen Lasten passiert es immer wieder mal, das der Lüfter anspringt.

Im unteren Diagramm haben wir deshalb pro Belastungsstufe, die jeweils minimale und maximale Drehzahl, die beim Test auftrat eingetragen.

 

Temperaturen

Erläuterung zum Test: Neben der Drehzahl überwachen wir auch die Temperaturen des Netzteils mit einer professionellen Wärmebildkamera. Dabei führen wir Aufnahmen von oben auf das gesamte Netzteil, von den Seiten, auf die Anschlusskabel und auf den Luftauslass durch. Da wir das Netzteil derzeit nur direkt im Betrieb bei Volllast beobachten ist es natürlich geschlossen. Die Aufnahmen durch das Gehäuse büßen natürlich einiges Informationsgehalt ein und dämpfen die Messwerte bei den Temperaturen etwas. Auf der anderen Seite würde ein öffnen des Gehäuses und dann die Messung der Platine ebenfalls zu verfälschten Werten führen, da der Luftstrom fehlt und Wärme viel besser entweichen kann, als im geschlossenen Gehäuse. Die Messung ist in jedem Fall also ein Kompromiss  und die Temperatur werte sollten nicht als absolut korrekte Größe angesehen werden. Wir versuchen sie in Zukunft noch weiter zu verbessern.

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