MSI DATAMAG 20 Gbps im Test - SSD mit Power-Magnet
Eine besonders anhängliche SSD
Bei den SSDs von MSI hatten wir uns zuletzt mehrere verschiedene
Highend-M.2-Varianten mit PCIe 5 angeschaut, wie zum Beispiel die MSI
SPATIUM M580 FROZR PCIe 5.0 NVMe M.2 SSD oder auch die günstigere und
trotzdem immer noch extrem schnelle
MSI SPATIUM M570 PCIe 5.0 NVMe M.2 – Top Speed günstiger. Die beiden
Modelle gehören mit zu den schnellsten SSDs in unseren Tests. In unserem
aktuellen Test wird es nun wieder etwas langsamer, aber nicht weniger
spannend, denn wir schauen uns eine besonders „anhängliche“ SSD für den
Datentransport an, die MSI DATAMAG 20 Gbps.
Das Besondere an dieser kleinen externen SSD, die mit USB 3.2 Gen 2×2
ausgerüstet daherkommt, ist gar nicht unbedingt das schnelle USB-Interface,
sondern das Gehäuse. Im Namen wird es schon deutlich: Die DATAMAG ist
magnetisch und kann deshalb an alles, was magnetisch ist, angeheftet werden.
Insbesondere stehen dabei natürlich technische Geräte wie Notebooks im
Mittelpunkt.

Der Fokus der DATAMAG liegt auf Mobilität und Vielseitigkeit. Mit dem
kompakten und sehr robusten Metallgehäuse eignet sich die DATAMAG perfekt
für den schnellen Datenaustausch unterwegs – sei es zwischen verschiedenen
Rechnern im Homeoffice, bei Präsentationen oder einfach als flexible
Speicherlösung für den Alltag.
Die Übertragungsraten kommen natürlich niemals an die von internen
M.2-SSDs heran, liegen aber für eine portable Lösung im oberen Bereich. USB
3.2 Gen 2×2 mit 20 Gbps gehört immer noch zum Schnellsten, was derzeit in
der breiten Masse auf dem USB-Anschluss unterwegs ist, auch wenn es schon
Geräte mit 40 Gbps gibt. MSI hat hier auch zur Computex bereits die
DATAMAG 40 Gbps angekündigt.
Wie alle modernen externen SSDs punkten die DATAMAG natürlich mit
unkomplizierter Handhabung und Plug-and-Play-Funktionalität.

Die DATAMAG ist in einem sehr kompakten quadratischen Gehäuse mit 66mm
(L) × 66mm (W) × 13mm (H) untergebracht und passt somit in jede Hosentasche.
Das Gewicht beträgt gerade einmal 81g. Dank USB-C-Anschluss kann das Gerät
überall angeschlossen werden und ein kurzes und ein langes
USB-C-Anschlusskabel befinden sich auch im Lieferumfang. Ebenso ein USB-C-to-A-Adapter,
der für die Kompatibilität mit alten USB-Buchsen sorgt.
Die DATAMAG 20 Gbps ist in drei Varianten als 1 TB, 2TB und sogar 4 TB
Version verfügbar, wobei wir uns im Test die günstigste Variante mit 1 TB
vornehmen.
Angetrieben wird der Speicher von einem recht
PHISON-PS2251-U18-Controller, wobei der limitierende Faktor in der
Performance immer eher auf den USB-Anschluss zurückzuführen ist. Das
Besondere an diesem Controller ist, dass es ein nativer
USB-3.2-Gen-2×2-Controller ist. Das heißt, der Anschluss wird direkt über
USB erledigt und nicht wie bei vielen andren SSDs über einen NVMe-auf-USB-Bridge-Chip.
Damit lassen sich Platz und auch Kosten sparen und zudem verringert sich
auch der Energiebedarf.
Die Performance der DATAMAG 20 Gbps wird mit bis zu 1600 MB/s lesend und
1500 MB/s schreibend angegeben.

Das nur 13 mm dicke Gehäuse der DATAMAG macht einen sehr soliden Eindruck
und ist auch optisch sehr gelungen. In der geriffelten Oberfläche spiegelt
sich das Licht und lässt sehr dezent ein MSI-Logo erkennen. Die abgerundeten
Ecken sorgen dafür, dass die SSD auch in der Hosentasche kaum bemerkbar ist.
Auf der Rückseite befindet sich ein gummierter Ring, der ein Abrutschen der
SSD verhindert. Das ist tatsächlich nützlich und wichtig, denn wenn man die
SSD zum Beispiel an den Kühlschrank pappt, bleibt sie so am Platz und
rutscht nicht etwa herunter. Ebenfalls zu erkennen sind kleine
Kühllamellen. Das Gehäuse muss durchaus einiges an Wärme abführen wenn die
SSD hoch belastet wird.
Die DATAMAG ist äußerst anhänglich, denn der Magnet in der SSD ist
ziemlich stark. Man wundert sich beim ersten Anheften schon etwas, wie
kräftig sich der kleine Datenspeicher an alles Metallische anhaftet.

Mit einer Garantiezeit von 5 Jahren und einem Preis von etwa 100 Euro ist
die SSD nicht die günstigste Variante, dank des sehr kleinen Gehäuses und
der Magnet-Funktion aber ein sehr spannendes Modell.
In unserem Test vergleichen wir die SSD auch mit bisher getesteten M.2-
und SATA-SSDs, um bei allen Datenspeichern ein einheitliches Bild zu haben.
Mit dem neuen USB-4-Standard sollten dann bald auch die ersten externen
Speicher mit Datenübertragungen von bis zu 40 Gbit/s in den Tests
auftauchen. Diese neuen USB-Speicher sind um ein Vielfaches schneller als
alte, bekannte interne SATA-SSDs und dürften nahezu die Performance älterer
M.2-SSDs erreichen.
Technische Daten
| DATAMAG 20Gbps |
| Kapazität |
1 TB, 2 TB, 4 TB (getestet 1TB) |
| Anschluss extern |
Geräteanschluss: USB 3.2 Gen 2 Type-C Kabel: USB-C, USB-A
Adapter
|
| Anschluss intern |
Nativ
|
| Controller |
PHISON PS2251-U18 |
| Größe |
66mm (L) x 66mm (W) x 13mm (H) |
| Gewicht |
81 g |
| Material |
Metall / Kunststoff |
| Gehäuseverschluss |
verklebt |
| Farbe |
schwarz |
Hersteller Performanceangabe
|
bis zu 1.600 MB/s Lesen bis zu 1.500 MB/s Schreiben |
| Stromaufnahme |
keine Angabe |
| Betriebstemperatur |
0-70 Grad |
| Garantie |
5 Jahre |
| Webseite |
https://de.msi.com/External-Storage/DATAMAG-20Gbps/ |
Testplattform
Für den Test der SSD kommt unserer neue PCIe-4.0 kompatible
Plattform zum Einsatz. Ältere Benchmarkwerte aus früheren Tests stammen
zum Teil noch von unserem PCIe-3.0 Test-Systemen. Die meisten SSDs haben die
Schnittstelle aber nicht ausgereizt. Die Ergebnisse sollten also bis auf kleine
Differenzen noch aktuell sein.
SATA/M.2/USB-Anbindung:
- SATA III: Interner
Controller des Chipsatz
- M.2: PCI-4.0-Express 4x Anbindung
der CPU
- USB: USB 3.2 Gen 2x2 -Controller Karte mit ASM-Chipsatz
Betriebssystem & Benchmarks
- Windows
11
- CrystalDiskMark 6/7/8
- ATTO
- AS SSD
- Anvil SSD Benchmark
- HDTune Pro
- Passmark Advanced Disk Test 11
- PCMark 7, PCMark 8, PCMark 10
- Intel IO-Meter
- SPECworkstation 3.1