
Als Kernmerkmal wird die Unterstützung des PCIe Gen4x4 Standards genannt, wodurch die volle 40 Gbps-Übertragungskapazität von Thunderbolt-4 auch für NVMe-Speicher und andere PCIe-Geräte nutzbar werden soll.
Die Architektur des ASM2464PDX erlaubt demnach flexible Konfigurationen der PCIe-Lanes und die Anbindung mehrerer PCIe-Geräte über einen einzigen Hostanschluss. Das eröffnet Einsatzszenarien, in denen externe Gehäuse nicht nur als reines Speichergehäuse fungieren, sondern auch Beschleunigerkarten, Netzwerkadapter oder andere Erweiterungen aufnehmen können. In Systemen mit hohen Anforderungen an Datendurchsatz und Latenz können extern angebundene NVMe-Subsysteme durch die Kombination aus USB4-Transport und PCIe-Gen4-Anbindung als Option genutzt werden.
Die Umsetzung erfordert jedoch abgestimmte Hardware-Designs auf Seiten des Gehäuses und des Host-Controllers, insbesondere im Hinblick auf Signalführung und Stromversorgung.
Für professionelle Anwendungen wie datenintensive Workflows, externe KI-Beschleunigung oder Multi-Drive-Speicherkonfigurationen eröffnet die Technologie neue Gestaltungsmöglichkeiten. Externe AI- oder GPU-Geräte lassen sich modular einsetzen, wodurch sich Rechenkapazitäten bedarfsgerecht skalieren lassen. Ebenso kann die Kombination für Anwenderszenarien interessant sein, die hohe IOPS-Werte und geringen Durchsatzverlust bei externen NVMe-Lösungen erfordern.
Die Zertifizierung des ASM2464PDX von ASMedia erweitert die Palette verfügbarer USB4-Controller mit formaler Thunderbolt-4-Kompatibilität und dürfte die Basis für vielseitigere, extern angeschlossene PCIe-Lösungen wie Grafikkarten oder Leistungsstarke SSDs werden.
