
Beide Hersteller mussten ihren Vertrieb einstellen, nachdem das Landgericht München eine Unterlassungsverfügung wegen angeblicher Verletzung eines h.265-Patents ausgesprochen hatte.
In der Folge gingen sogar die deutschen Webseiten beider Unternehmen offline, was auch Support und Treiberdownloads beeinträchtigte.
Inzwischen sind die Seiten wieder erreichbar, doch der Verkauf bleibt eingeschränkt. Laptops, Tablets und Komplett-PCs fehlen weiterhin vollständig, da sie laut Urteil das betroffene Patent nutzen. Acer bietet derzeit vor allem Monitore und Zubehör an, während Asus zusätzlich Projektoren, Grafikkarten, Netzteile, Gehäuse, Festplatten und eGPU-Docks verkauft. Auffällig ist, dass Asus keine Mainboards listet, obwohl diese traditionell zu den Kernprodukten gehören.
Über Händler sind einige Notebooks wie das ROG Zephyrus G14 noch verfügbar, allerdings nur solange Restbestände vorhanden sind. Da der Verkaufsstopp nicht für andere EU-Länder gilt, bleibt ein Direktimport möglich.
Asus und Acer wollen gegen das Urteil Berufung einlegen, statt die Lizenzbedingungen von Nokia zu akzeptieren. Dadurch könnte sich die Situation über Monate oder sogar Jahre hinziehen. Für deutsche Kunden bedeutet das weiterhin ein stark eingeschränktes Angebot bei beiden Herstellern.