
Die neue Vereinbarung läuft bis 2039 und stellt sicher, dass Millionen Haushalte in Deutschland auch in den kommenden Jahren linearen Rundfunk über Satellit empfangen können. Ein vollständiger Umstieg auf reine IP-Verbreitung ist damit vorerst vom Tisch.
Laut SES sollen die Programme der Landesrundfunkanstalten weiterhin in HD-Qualität ausgestrahlt werden. Ein Wechsel auf Full-HD oder 4K ist aktuell nicht vorgesehen. Wie viele Transponder die ARD langfristig anmietet, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass der Bedarf sinken wird: Ende 2024 werden die Spartensender ARD alpha, tageschau24 und ONE eingestellt, weitere Spartenkanäle sollen laut Reformstaatsvertrag bis 2033 ins Internet verlagert werden.
Die ARD betont dennoch die Bedeutung des Satellitenempfangs. Er biete einen einfachen, stabilen Zugang zu öffentlich-rechtlichen Inhalten und bleibe ein zentraler Bestandteil des Distributionsmixes. Auch SES spricht von langfristiger Planungssicherheit für Haushalte mit Sat-Anlage. Der Betreiber verweist auf rund 300 deutschsprachige Programme auf Astra 19,2° Ost und mehr als 16 Millionen Sat-Direktempfangshaushalte in Deutschland.
Mit der Vertragsverlängerung setzt die ARD ein klares Signal: Trotz wachsender Streaming-Nutzung bleibt Satellit ein wichtiger Verbreitungsweg - zumindest bis weit in die 2030er Jahre.