Google treibt seine neue Laptop-Plattform Googlebook weiter voran und hat auf der I-O 2026 bestätigt, dass die kommenden Geräte nicht nur auf ARM-SoCs von Qualcomm und MediaTek setzen werden, sondern auch auf Prozessoren von Intel.

Damit steigt ein weiterer großer Chipanbieter in Googles neue KI-native Notebook-Kategorie ein, die langfristig die Chromebooks ablösen soll. Googlebooks sollen im Herbst erscheinen und basieren auf einem neuen Android-orientierten Betriebssystem, das intern als Aluminum OS gehandelt wird.
Google arbeitet für die erste Generation mit OEMs wie HP, Dell, Acer, Asus und Lenovo zusammen, sodass eine breite Modellpalette zu erwarten ist. Details zu den konkreten Chips wollte Google nicht nennen, doch ein Interview mit Google-VP John Maletis bestätigt die aktive Zusammenarbeit mit allen drei Herstellern. Besonders bemerkenswert ist Intels Teilnahme, da ein großer Leak nahelegt, dass das neue OS primär für ARM-Geräte ausgelegt ist. Das deutet darauf hin, dass Intel an eigenen ARM-basierten Prozessoren arbeitet.
Diese Vermutung passt zu Intels Präsentation eines ARM-Referenz-SoCs im Jahr 2025, codename Deer Creek Falls, gefertigt im 18A-Prozess. Sollte dieses Projekt weitergeführt worden sein, könnten Googlebooks eine der ersten kommerziellen Plattformen werden, die Intels ARM-Design einsetzen. Damit würde Google direkt gegen Apples M-Serie antreten und gleichzeitig Microsofts Copilot-Plus-PCs herausfordern.
Googlebooks sollen KI-Funktionen tief im System verankern und ChromeOS langfristig ersetzen, ohne bestehende Geräte sofort abzuschneiden. Google verspricht weiterhin Support für aktuelle Chromebooks, einige Modelle sollen später auf die neue Umgebung wechseln können.

