Während Verbraucher immer tiefer für RAM, SSDs und Grafikkarten in die Tasche greifen müssen, fährt Samsung den größten Quartalsgewinn der Tech-Geschichte ein.

Für das dritte Quartal 2026 erwartet der Konzern einen operativen Gewinn von umgerechnet 80,2 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von mehr als 780 Prozent.
Verantwortlich ist vor allem die anhaltende Speicherkrise. KI-Rechenzentren verschlingen enorme Mengen an HBM- und DRAM-Speicher, wodurch die Nachfrage weiter steigt und die Preise auf hohem Niveau bleiben. Als einer der größten Speicherhersteller der Welt profitiert Samsung direkt von dieser Entwicklung.
Auch gegenüber dem Vorquartal legte der operative Gewinn nochmals um 20 Prozent zu. Der erwartete Umsatz liegt bei rund 145,6 Milliarden US-Dollar. Damit erzielt Samsung eine operative Marge von über 50 Prozent und verdient mehr als die Hälfte jedes umgesetzten Dollars.
Für Endkunden zeigt sich dieselbe Entwicklung von der anderen Seite. Steigende Speicherpreise treiben inzwischen die Kosten für PCs, Grafikkarten, SSDs, Notebooks und Konsolen nach oben. Zahlreiche Hersteller haben die höheren Kosten bereits an Käufer weitergegeben.
Die finalen Geschäftszahlen folgen Ende Oktober. Die vorläufigen Ergebnisse machen jedoch bereits deutlich, dass Samsung derzeit zu den größten Gewinnern des weltweiten KI-Booms zählt.