
Nach neuen Informationen von Kepler_L2 könnten erste Rubin-Grafikkarten zwar 2028 erscheinen, die eigentliche Mittelklasse rund um eine mögliche GeForce RTX 6060 könnte sich jedoch sogar bis 2029 verschieben.
Damit würde sich ein Trend fortsetzen, der bereits die aktuelle Hardware-Generation prägt. Während NVIDIA seine Position im KI-Markt weiter ausbaut, verlieren klassische Gaming-Produkte zunehmend an Priorität. Mehrere Leaks und Berichte zeichnen inzwischen ein ähnliches Bild. Die größten Herausforderungen bleiben Speicherpreise, Fertigungskapazitäten und die enorme Nachfrage aus dem KI-Sektor.
KI verschlingt Ressourcen
Der wichtigste Faktor ist die aktuelle Marktlage. Moderne KI-Beschleuniger erzielen für NVIDIA deutlich höhere Margen als Gaming-Grafikkarten. Gleichzeitig konkurrieren beide Produktgruppen um dieselben Produktionskapazitäten bei TSMC. Hinzu kommen hohe Preise für GDDR7-Speicher, die besonders günstigere Grafikkarten treffen. Genau deshalb könnten Modelle der Mittelklasse deutlich später erscheinen als High-End-Produkte.
Die wirtschaftlichen Zahlen verdeutlichen diese Entwicklung. Der Löwenanteil von NVIDIAs Umsatz stammt inzwischen aus dem Rechenzentrumsgeschäft, während GeForce-Produkte nur noch einen vergleichsweise kleinen Teil des Unternehmensumsatzes darstellen. Aus Sicht des Konzerns ist es deshalb logisch, verfügbare Kapazitäten zunächst auf KI-Hardware zu konzentrieren.
Lange Wartezeit für Spieler
Für Besitzer älterer Grafikkarten könnte das problematisch werden. Sollte eine RTX 6060 tatsächlich erst 2029 erscheinen, lägen zwischen RTX 5060 und RTX 6060 fast vier Jahre. Historisch bewegten sich die meisten Generationswechsel bei NVIDIA eher im Bereich von knapp zwei Jahren.
Gleichzeitig steigen die Preise bestehender Grafikkarten weiter. Schon heute kosten aktuelle High-End-Modelle ein Vielfaches früherer Generationen. Dadurch wächst die Bedeutung des Mainstream-Segments, das ausgerechnet am stärksten von den Verzögerungen betroffen sein könnte.
Erste Rubin-Gerüchte
Für die größeren Rubin-Modelle existieren bereits erste, nicht bestätigte Spezifikationen. Diskutiert werden 32 GB GDDR7 für eine RTX 6090, 20 GB für eine RTX 6080 und 16 GB für eine RTX 6070. Zudem ist von etwa 30 bis 35 Prozent mehr Rasterleistung und deutlich höheren Pathtracing-Werten die Rede.
Offiziell bestätigt ist davon bislang nichts. NVIDIA hat weder Rubin-Grafikkarten noch die GeForce-RTX-60-Serie angekündigt. Die aktuelle Gerüchtelage deutet jedoch zunehmend darauf hin, dass Gamer bei der nächsten Generation deutlich länger warten müssen als bei früheren GeForce-Starts.
