
Besonders interessant ist dabei die Single-Core-Leistung, denn trotz nahezu identischer Taktraten liegt der neue Chip deutlich vor einem Ryzen 7 9700X.
Dem Leak zufolge erreicht der EPYC 9996 rund 2.847 Punkte im Single-Core-Test. Ein Ryzen 7 9700X mit fest eingestellten 4,1 GHz kommt unter vergleichbaren Bedingungen auf etwa 2.444 Punkte. Daraus ergibt sich ein Vorsprung von rund 16,5 Prozent für Zen 6c.
Deutlicher Vorsprung
Noch spannender fällt der Blick auf die einzelnen Teiltests aus. Dort soll Zen 6c in sämtlichen Disziplinen vor Zen 5 liegen. Die größten Zugewinne werden bei HTML5-Workloads, Bildbearbeitung, Videowiedergabe und Videokodierung genannt. In einzelnen Tests bewegt sich der Abstand sogar jenseits der 20-Prozent-Marke.
Bemerkenswert ist dabei, dass es sich ausgerechnet um die kompakte Zen-6c-Variante handelt. Diese Kerne kommen primär im Serverbereich zum Einsatz und gelten als platzsparende Alternative zu den klassischen Zen-Kernen. Trotz dieser Ausrichtung scheint AMD die Leistung pro Kern deutlich auszubauen.
Noch kein IPC-Beweis
Die Ergebnisse erlauben allerdings keine direkte Aussage über den tatsächlichen IPC-Gewinn. Geekbench zeigt nicht zwangsläufig den dauerhaft anliegenden Takt, zudem unterscheiden sich Plattform, Cache-Größe und Testumgebung. Deshalb sollten die Zahlen mit entsprechender Vorsicht betrachtet werden.
Sollte AMD diese Leistungssteigerung auch bei den kommenden Ryzen-11000-Prozessoren erreichen, könnte Zen 6 zu den größten Architekturupdates seit Jahren werden. Die ersten Benchmarks schüren jedenfalls hohe Erwartungen an die nächste Desktop-Generation.
