Microsoft hat eine bislang kaum beachtete Änderung an seinen Hardware-Vorgaben für neue Windows-PCs vorgenommen. Auf AMD-, Intel- und Qualcomm-Plattformen der Jahrgänge ab 2026 soll Pluton nicht länger die Rolle des TPM-2.0-Moduls übernehmen.

Stattdessen setzt Microsoft wieder auf die Firmware-TPM-Lösungen der Prozessorhersteller oder auf dedizierte TPM-Chips.
Die Anpassung wurde in der offiziellen Dokumentation hinterlegt, ohne dass Microsoft den Schritt öffentlich angekündigt oder näher erläutert hat. Einen konkreten Grund für die Änderung nennt das Unternehmen bislang nicht.
Neue Rollenverteilung
Pluton bleibt jedoch weiterhin Bestandteil neuer Windows-Geräte. Der Sicherheitsprozessor soll auch künftig als zusätzliche Hardware-Sicherheitskomponente dienen und sensible Daten in einer isolierten Umgebung schützen. Die eigentliche TPM-2.0-Funktion wird künftig jedoch wieder von Lösungen wie Intels PTT oder den jeweiligen Firmware-TPM-Implementierungen der Plattformanbieter übernommen.
Die Entscheidung überrascht, weil Microsoft Pluton ursprünglich als besonders sichere Alternative zum klassischen TPM positioniert hatte. Einer der größten Vorteile bestand darin, dass die Sicherheitsfunktionen direkt in den Prozessor integriert wurden und dadurch bestimmte physische Angriffe erschwert werden sollten.
Bestehende Geräte unverändert
Für bereits verkaufte Systeme hat die Änderung keine Auswirkungen. Microsoft bestätigt, dass Geräte auf älteren AMD- und Qualcomm-Plattformen, bei denen Pluton als TPM konfiguriert wurde, weiterhin unterstützt und mit Updates versorgt werden.
Damit bleibt vorerst offen, warum Microsoft die TPM-Funktion wieder von Pluton trennt. Offiziell spricht das Unternehmen lediglich von einer neuen Hardware-Strategie für kommende Plattformgenerationen.