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Hart aber gerecht: Neues Plakat gegen Raubkopierer

Dienstag, 03. Mai. 2005 05:09 - [fs]

Die Deutsche Filmindustrie versucht mit Werbespots und Plakaten Raubkopierer von ihren Vorhaben abzuhalten, dabei wird auf die maximal mögliche Haftstrafe von 5 Jahren für professionelle Raubkopierer hingewiesen.

Pressemitteilung

Wer kopiert, verliert!

(Berlin, 2. Mai 2005) Die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" läuft auf Hochtouren weiter: So wird im Sommer die bereits im vergangenen Jahr erfolgreich durchgeführte Info-Roadshow "Knast on Tour" fortgesetzt. Zusätzlich macht ein neues Kampagnenplakat deutschlandweit in Kinos und Videotheken auf die Raubkopier-Problematik aufmerksam. Des Weiteren dehnen eBay und die Filmwirtschaft ihre bisherige Zusammenarbeit aus, zum Beispiel klärt ab heute unter dem Dach der neuen Kampagne RESPET eine Informations-Seite in der Kategorie Filme & DVDs bei eBay Käufer und Anbieter über das Thema Film-Raubkopien auf.

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Auch in 2005 knüpft die Filmwirtschaft an ihre bisherigen Erfolge im Kampf gegen Raubkopien an. Das Maßnahmenpaket aus Strafverfolgung, verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und Aufklärung wird kontinuierlich ausgeweitet. So geht die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V.) weiterhin intensiv gegen Raubkopierer vor: Von Januar bis März konnten 158.615 Raubkopien sichergestellt werden, 703 Verfahren wurden eingeleitet und 527 Räumlichkeiten durchsucht - eine deutliche Steigerung zu 2004.
Anlässlich der Erfolge der GVU hat die Zukunft Kino Marketing GmbH (ZKM) ein neues Plakat zur Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" produziert, das klar macht: Die Luft für Raubkopierer wird immer dünner. Zu sehen ist ein junger Mann, der sich unter immer enger werdende schwarze Filmbalken stemmt. Darunter ist zu lesen: "2003 trat das neue Urhebergesetz in Kraft. Tausende von Wohnungen wurden durchsucht, Millionen von Raubkopien beschlagnahmt, mehrere tausend Strafverfahren eingeleitet, viele Raubkopierer verurteilt. Langsam wird's eng, Junge."

Aus für Flatline und Sharesville

Auch für die Release-Gruppe "Flatline" (FTL), einer der Hauptakteure im Geschäft mit illegalen Filmkopien, wurde es eng: Am 20. April 2005 konnte FTL mit Hilfe der GVU zerschlagen werden. FTL hatte sich innerhalb eines Jahres zur Top-Gruppe der illegalen Film-Szene entwickelt und verantwortete die Veröffentlichung zahlreicher Raubkopien aktuellster Kinofilme in Deutschland. Der 32-jährige Kopf der Gruppe mit dem Nicknamen "Mrb" wurde nach einem Vereitelungsversuch in Handschellen gelegt, "Slymer", der Netzwerkadministrator und Bild-/Tonmischer, nach Beendigung seiner Abiturklausur direkt aus dem Klassenzimmer von der Polizei abgeführt. In ihren Wohnungen in Herne und Höxter konnte umfangreiches Beweismaterial gesichert werden.

Auch der Verband der Filmverleiher e.V. (VdF) geht nun zivilrechtlich strikt gegen Portalseiten vor. Zahlreiche Unterlassungsansprüche wurden bereits eingereicht. "Mit unseren Maßnahmen gegen Portalseiten, wie zum Beispiel Burningboard.net, erhoffen wir uns, die Distributionsstruktur für Film-Raubkopien empfindlich zu treffen. Zusätzlich arbeiten verstärkt Undercover-Ermittler in den Tauschbörsen, um entsprechendes Beweismaterial sicherzustellen", erläutert Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des Verbandes der Filmverleiher, die Aktion.

Schon erwischt hat es kürzlich www.sharesville.org, ein Internetportal der ersten Stunde, das Links zu Film-Raubkopien anbot und so Nutzern eine einfache Downloadmöglichkeit bot. Das Portal wurde geschlossen, der Betreiber aus Dormagen zur Zahlung eines Geldbetrages von 5.500 € verurteilt.

Aber auch die Kinos erweitern ihre Sicherungsvorkehrungen und prüfen den punktuellen Einsatz von Nachtsichtgeräten bei begründeten Verdachtsmomenten. "Der Fall Flatline zeigt, dass die Sicherung im Kino enorm wichtig ist. Wir müssen einfach einen Beitrag dazu leisten, dass beispielsweise der deutsche Ton nicht im Kino aufgenommen werden kann", erklärt Dr. Elke Esser, Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing GmbH. "Daher haben sich mehrere Kinos zusammengeschlossen und prüfen die Bestellungen von circa 600 portablen Nachtsichtgeräten, mit denen wir in unregelmäßigen Intervallen und in begründeten Einzelfällen kontrollieren könnten. Absolut oberste Priorität hat dabei aber, dass das Kino nicht zum Hochsicherheitstrakt wird, denn der Filmgenuss steht bei uns im Vordergrund. Aus diesem Grund muss bei einem Einsatz der Nachtsichtgeräte gewährleistet sein, dass der Kinobesucher sich nicht in seiner Intimsphäre gestört fühlt."

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