MSI Project Zero im Test - MSI B650M im MAG PANO M100R PZ
Project Zero - Der schnelle Weg zum perfekten Look
RGB und Kabelmanagement sind seit mehreren Jahren die Leitthemen bei
PC-Gehäusen. Während das Thema RGB in all seinen Auswüchsen immer weiter bis
zum Exzess vorangetrieben wird, gab es beim Thema Kabelmanagement eigentlich
eher wenig Fortschritte.
Neben schicken Kabelbindern, Klettband und Techniken, um die Kabel
schön zu verlegen, gab es zwar Ansätze das Verkabeln der PC-Komponenten mit
dem Netzteil einfacher zu machen, aber durchsetzen konnte sich bisher keiner
so richtig.
Zu nennen wäre da zum Beispiel
Seasonics Connect System, das aber zu speziell und teuer war, deutlich
interessanter zeigte sich da schon Corsairs neues
RMX Shift System, das einfach die Anschlüsse der Netzteile zur Seite
verlegt und so besser erreichbar macht. Dazu gibt es endlos viele Gehäuse
die versuchen die Positionen der Komponenten zu optimieren und den lauf der
Kabel zu verbessern.

Einen deutlichen Schritt weiter geht MSI nun mit seinem Project Zero. Bei
diesem System findet man nicht nur Änderungen am Gehäuse sondern auch an den
Motherboards. Beim Project Zero werden die Anschlüsse des Motherboard so auf
der Platine nach hinten gelegt, dass sie in speziell dazu passenden Gehäusen
direkt von hinten erreichbar sind.
Project Zero macht also das Gleiche mit dem Motherboard was Corsair bei
den RMX Shift Netzteilen gemacht hat. Die Anschlüsse werden so gelegt, das
sie durch das Mainboardtray zur Rückseite des Gehäuses zeigen.
Wärend bei normalen ATX-Motherboards die Anschlüsse alle auf der
Obersetze liegen, und man daher die Kabel durch das Mainboardtray nach vorne
ziehen muss, kann ein Motherboard im "Project Zero" Format direkt von hinten
verkabelt werden. Es liegt auf der Hand, das dies zum einen schneller geht
und zum anderen dazu führt, das der gesamte sichtbare vordere Innenraum
nahezu Kabelfrei wird. Gerade dieser Aspekt wird natürlich Modding freunde
freuen, denn nicht nur ist das schöne verlegen der Kabel immer sehr
aufwendig, es kann auch, wenn man wert auf die Optik legt, mit Single-Sleves
und mehr, richtig teuer werden. Ein Satz dieser Kabel kann schnell 100 Euro
kosten, was hier fast dem Wert des kleineren Project Zero Gehäuses
entspricht. Was biete sich hier also mehr an als, die Kabel komplett
verschwinden zu lassen?
Klingt alles super, aber natürlich gibt es wie immer auch Nachteile, denn
es leuchtet an, das diese Methode dazu führt, dass Motherboard und Gehäuse
aufeinander abgestimmt sein müssen. es gibt in der ATX Norm, keine genauen
Positionen für die Anschlussstecker auf einem Motherboard. Diese können im
Prinzip überall verteil sein. Beim Project Zero müssen sie zwingend ab
bestimmten stellen auf der Rückseite vorhanden sein so dass die Anschlüsse
auch passen. Man muss also auf die Kompatibilität zwischen Motherboard und
Gehäuse achten.

MSI bietet bisher drei Motherboards in der Project Zero Serie an. Das
B650M PROJECT ZERO für AMD Ryzen mit Sockel AM5 und das B760M PROJECT ZERO,
Z790 PROJECT ZERO mit Sockel 1700 für die neuen Intel Core Prozessoren. In
unserem Test nutzen wir das B760M PROJECT ZERO als Beispiel für den Einbau
in das Gehäuse
Bei den Gehäusen ist die Auswahl bislang auch noch nicht besonders groß
und man merkt die bisher komplette Ausrichtung auf "Show Gehäuse". Von MSI
stehen hier zum Beispiel das
MEG
MAESTRO 700L PZ oder das MAG PANO M100R PZ, welches wir uns hier als
Beispiel vorgenommen haben.
Neben den Gehäusen von MSI haben sich dem Project Zero auch mehere Partner
angeschlossen. die ihre Gehäuse auf das System anpassen. Der Vorteil hierbei
ist, dass die Gehäuse anders als die Mainboards auch für normale ATX-Systeme
genutzt werden können. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel das
Corsair 6500D AIRFLOW. Die Hersteller müssen hier nur auf dem
Motherboardträger die entsprechenden Aussparungen mit einplanen. Neben Corsair
haben auch Lian Li, Sama, Silverstone, Thermaltake, In Win und Azza Produkte für
das Project Zero angekündigt.
