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ASRock Z77 Extreme 11 mit LSI SAS2 Controller im Test (7/7)

Fazit

Wer hätte vor nicht allzu langer Zeit erwartet, dass ASRock eines der teuersten verfügbaren Boards einer Chipsatzserie anbietet und dieses zudem neben einer luxuriösen Ausstattung auch noch mit einem SAS2 Controller bestückt? Wohl niemand. Nicht einmal die Platzhirsche ASUS und Gigabyte haben sich bisher daran gewagt den Z77 so aufzuwerten. High-End Boards jenseits der 300 Euro Marke sind bei anderen Herstellern mit günstigen standard SATA III Zusatzcontrollern ausgerüstet.

Das ASRock Z77 Extreme 11 darf sich derzeit also wirklich als einzigartig bezeichnen. Die ASRock-Lösung mit Onboard-LSI-Controller bringt zwar gegenüber einer LSI Controller Karte einige Einschränkungen mit sich, wie zum Beispiel kein Raid 5 und keinen Cache, ist aber dennoch den üblichen Zusatzkontrollern überlegen! Diese bringen es zum einen meist nur auf zusätzlich 4 SATA III Ports und liefern dazu eine schlechtere Performance.

Neben einer guten SATA-Performance zeigt sich auch die USB 3 Performance des Board recht solide. Alle USB3.0 Ports bringen einen hohen Durchsatz auch wenn diese aufgrund der Einschränkungen des Z77 nicht gleichzeitig an allen Ports abgerufen werden kann.

In Sachen Overclocking leistet das Board guten Standard. Da es nicht als reines Overclocking-Mainboard entworfen wurde, wundert es nicht, dass es hier nicht ganz mit dem gerade von uns getesteten ASRock Z77 OC Formula mithalten kann. Das bezieht sich allerdings nur aufs Extreme-Overclocking. Beim normalen Overclocking zum dauerhaften Betrieb erzielt man mit dem Extreme 11 die gleichen Resultate wie mit anderen hochwertigen Z77 Boards.

Das ASRock Z77 Extreme11 stellt im übrigen eine kostengünstige Alternative zum ASRock X79 Extreme11 dar, dass als Sockel 2011 Board vergleichbar (auch mit LSI SAS2) ausgestattet ist, aber Unterstützung für 6 Kern CPUs, Quad Channel Speicher bietet und mehr PCIe Bandbreite zur Verfügung stellt.

Das Extreme 11 ist eine mutige Ergänzung der ASRock Z77 Modelle nach oben. ASRock hat hier ein gelungenes und recht besonderes Mainboard gebaut, dass sich natürlich an spezielle Kunden richtet. Hier dreht sich mehr oder weniger eben alles um den verbauten LSI-Controller. Ob dieser gebraucht wird oder nicht entscheidet über den Nutzen des Boards. Wer viele schnelle SATA Geräte ( also deutlich mehr als zwei ) ansteuern will oder sogar die Vorzüge von SAS2 nutzen will, findet hier eine passende solide Onboard-Lösung.

Abseits des LSI-Controllers erhält man mit dem Extreme11 ein Z77 Mainboard im Stiele des etwa 100 Euro günstigeren ASRock Z77 Extreme 9. Woran man auch recht gut erkennen kann, dass das ASRock Extreme 11 gemessen an der Ausstattung preislich ein gutes Angebot ist. 

Wer derzeit sehr viele schnelle SSDs an ein hochwertiges Z77 Board anschließen und mit hoher Performance nutzen will, ohne dabei auf eine teurer Controllerkarte zurückzugreifen, der kommt am ASRock Z77 Extreme 11 eigentlich nicht vorbei.

Links/Bezugsquellen

15.12.12 / rj

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