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APC Smart-UPS SMC1000IC im Test - günstige USV für Heimgebrauch und Small-Business

APCs kleine und unkomplizierte Smart-UPS

Jeder der regelmäßig am PC arbeitet kennt folgende Situation. Man schreibt gerade einen langen Text, man arbeitet an einem Bild oder Video oder ist sonst irgendwie kreativ tätig, wenn plötzlich aus irgend einem Grund - zum Beispiel weil jemand ein anderes Gerät einschaltet oder jemand an der Stromleitung arbeitet - die Sicherung oder der FI-Schutzschalter herausspringen. Der PC geht aus und die Arbeit ist futsch, weil man wieder einmal vergessen hat zu speichern.

Es gibt aber noch viel schlimmerer Horror-Szenarios, die so manch einer schon erlebt hat. Der Strom ist weg und die Daten auf dem NAS gleich mit, weil das System nicht ordentlich runtergefahren wurde und zum Beispiel so das Raid-Setup beschädigt wurde. Ein wiederherstellen der Daten ist dann nur von Profis wieder möglich.


Um solche Probleme zu vermeiden gibt es USVs (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), die im Falle eines Stromausfalls angeschlossene Geräte weiter mit Storm versorgen.

Bislang werden USVs überwiegend im professionellen Bereich, vor allem bei Servern, eingesetzt und können entsprechend groß und Leistungsstark ausfallen. Die Anbieter solcher Geräte entdecken aber immer mehr auch den Home und Small Business Bereich. Mit kleineren Geräten will man auch dort für mehr Sicherheit und weniger Frust sorgen. Gerade auch im Bereich des sich immer weiter verbreitenden Home-Office sind kleine USVs ein beliebtes Einsatzgebiet.

Ein bekannter Anbieter von USV-Lösungen ist APC ein Unternehmen von Schneider Electric. Die ?American Power Conversion Corporation wurde im Jahr 1981 mit dem Fokus auf Forschung und Entwicklung im Bereich der Solarenergie gegründet. Im Jahr 1986 stellte man die erste USV vor. Das Unternehmen ist also bereits seit über 30 Jahren in diesem Segment tätig und entsprechend bekannt.

APC bietet eine Vielzahl von USVs an, die vom kleinen Einsteigermodell, der Back-UPS Serie, über die Smart-UPS Modelle bis hin zu 3-phasige USVs für Datacenter und Anlagen reichen. Während die Backup-UPS-Modelle besonders einfach und kostengünstig aufgebaut sind und sich für den Schutz einzelner Geräte im Heim-Bereich empfehlen, findet man in den Smart-UPS-Modellen bereits aufwendigere Modelle, die nicht nur mehrere Geräte sichern können, sondern auch mit einer leistungsfähigen und anwenderfreundlichen Software eingerichtet werden. Die Smart-UPS-Modelle eigenen sich daher optimal für kleine Netzwerke und den Einsatz mehrerer Geräte, die keinen enormen Stromverbrauch aufweisen.

Ein neues und besonders interessantes Modell aus der Smart-UPS Serie wollen wir uns heute um Test einmal genauer anschauen, das APC Smart-UPS SMC1000IC 1000 VA mit SmartConnect. Die von APC entwickelte Smart-UPS wird bereits seit 23 Jahren produziert und ist mit über 25 Millionen verkauften Exemplaren eine der am weitesten verbreitete USV-Serie auf der Welt.

Die Leistung der Smart-UPS-Geräte, die in den verschiedensten Bauformen als Rack oder auch Desktop-Gerät erhältlich sind, reicht von kleinen 420 VA bis hin zu 6000 VA.  Unser SMC1000IC Smart-UPS besitzt eine Leistung von 1000 VA. Die Leistung der APC-Geräte ist übrigens immer direkt am Namen abzulesen.

Die APC Smart-UPS SMC1000IC ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung der Einstiegsklasse für Netzwerke Ideale USV für Server, POS-Systeme, Router, Switches, Hubs und andere Geräte, die in einem lokalen Verbund betrieben werden. Die Ausgangsleistungskapazität des Modells beträgt 600Watt / 1.0 kVA und die maximal konfigurierbare Leistung ebenfalls 600Watt / 1.0 kVA bei einer Ausgangsspannung von 230V.  Diese Ausgangsleistung kann die USV für etwa 6 Minuten überbrücken. Verringert sich die abgerufene Leistung steigt die Dauer entsprechend an, so dass bei lediglich 100 Watt schon eine Überbrückung von gut 60 Minuten möglich ist.

Geht man einmal von einem durchschnittlichen Verbrauch von 100 Watt für typische Office-PCs aus, so kann das kleine Gerät in der Größe eines Schuhkartons, das leicht unter oder auf jeden Schreibtisch passt, schon mehrere PCs und entsprechende Infrastruktur wie Switches oder NAS-Geräte eine Zeit lang mit Strom versorgen um zumindest die aktuellen Daten zu sichern und die Geräte ordnungsgemäß herunter zu fahren.

Die Smart-UPS von APC besitzt eine ganze Reihe nützlicher Features. So ist zum Beispiel bei dem Gerät ein Kaltstart möglich. Die USV besitzt also die Option auch ohne Stromversorgung temporär eine Stromversorgung herzustellen. Die USV generiert ein sinusförmiges Ausgangssignal, so dass für maximale Kompatibilität mit angeschlossenen Geräten gesorgt ist.

Gleichzeitig bietet die USV dank Spannungsaufbereitung auch Schutz gegen schädliche Überspannungen und elektrisches Rauschen. Die automatische elektronische Spannungsregelung erhöht eine niedrige Eingangsspannung um bis zu 30% und reduziert zu hohe Spannungen um bis zu 12% ohne Aktivierung des Akkus. Der verbaute Akku wird mit einer speziellen Ladeelektronik mit Temperaturkompensation geladen. Die Lebensdauer des Akkus wird so durch Regulierung der Ladespannung entsprechend der tatsächlichen Akkutemperatur erhöht.

Auf einer LCD-Statusanzeige an der Front können ständig alle wichtigen Parameter, wie zum Beispiel Last- und Akkuiezustand abgelesen werden. Und dank SmartConnect, der Remote-Überwachungsfunktion der USV werden automatische Benachrichtigungen, Firmware-Updates und erweiterte Support-Services verfügbar gemacht.

Danke der Management-Funktion über das Netzwerk oder USB mit der Powerchute Software, kann die USV ferngesteuert und konfiguriert werden. Die Software sorgt zudem dafür, dass angeschlossene Geräte bei einem Stromausfall kontrolliert heruntergefahren werden können.

Dank eines Wirkungsgrads von über 97% soll die APC Smart-UPS entsprechend sparsam sein. Klingt alles reichlich teuer, aber der Preis von etwa 360 bis 400 Euro im Handel (z.B. bei Amazon.de) ist durchaus niedriger als man erwartet. Was das Gerät so kann und ob die Leistungen auch den Angaben entsprechen haben wir uns natürlich genauer angeschaut.

Technische Daten APC Smart-UPS SMC1000IC

  • Ausgang
    • Ausgangsleistungskapazität 600Watt / 1.0 kVA
    • Maximal konfigurierbare Leistung (Watt) 600Watt / 1.0 kVA
    • Nominelle Ausgangsspannung 230V
    • Stromspannung Verzerrung Weniger als 5 %
    • Ausgangsfrequenz (netzsynchron) 50/60Hz +/- 3 Hz
    • Andere Ausgangsspannungen 220, 240
    • Topologie Line-Interactive
    • Art der Wellenform Sinuswelle
    • Ausgangsanschlüsse
      (8) IEC 320 C13 (Netzausfallschutz)
      (2) IEC Jumpers (Netzausfallschutz)
    • Transfer Time 6 ms typical : 10 ms maximum
  • Eingang
    • Nominelle Eingangsspannung 230V
    • Eingangsfrequenz 50/60 Hz +/-3 Hz (automatische Abtastung)
    • Eingangsanschlußart IEC-320 C14
    • Eingangspannungsbereich für den Netzbetrieb 180-287V
    • Eingangsspannung Einstellbereich für die wichtigsten Operationen 170 - 300V
    • Andere Eingangsspannungen 220, 240
  • Akku und Überbrückungszeit
    • Akkutyp Wartungsfrei abgedichtete Bleisäurebatterie mit supendiertem Elektrolyt: auslaufsicher
    • Typische Aufladezeit 3Stunde(n)
    • AustauschbatterieAPCRBC142
    • Erwartete Batterielebensdauer (in Jahren) 3 - 5
    • Anzahl der Ersatzbatterien (RBC?) 1
  • Kommunikation & Management
    • Datenschnittstelle (n) RJ-45 Serial , USB
    •  Steuerkonsole Multifunktionelle LCD-Status- und Steuerkonsole
    •  Steuerungspanel Alarm, wenn Batterie an, bestimmter Alarm für niedrige Batterie, konfigurierbare Verzögerungen
  • Überspannungsschutz und Filterung
    • Surge energy rating 455Joule
    •  Filtern Full time multi-pole noise filtering : 0.3% IEEE surge let-through : zero clamping response time : meets UL 1449
  • Abmessungen
    •  Maximale Höhe 219 mm
    • Maximale Breite 171 mm
    • Maximale Tiefe 439 mm
    • Nettogewicht 17.27 kg 

Unser Test-Equipment

Wer unserer Netzteiltests kennt, der weiß das wir dank einer Chroma-Teststation entsprechend gut ausgestattet sind um die Effizienz und Leistung von Netzteilen zu testen. Natürlich kann man dieses Equipment auch nutzen um eine USV zu testen. Immerhin macht das Gerät am Ende nichts anderes als Strom für zur Verfügung zu stellen, der dann von einem Netzteil verbraucht wird.

Normalerweise würde man für den Test der USV einfach eine AC-Load benutzen, die uns aber leider nicht zur Verfügung steht, da sie für Netzteile nicht benötigt wird. Wir behelfen uns daher eines Tricks und nutzen als AC-Load einfach ein PC-Netzteil. Die USV wird zwischen unserer AC-Source, die einen von uns konfigurierbaren Stromfluss aus dem Netz bereitstellt und einem Seasonic Prime Ultra 1000 als Verbraucher zwischengeschaltet. Wir versorgen die USV also am Eingang mit genau 230V/50Hz über die AC-Source und nehmen am Ausgang über das Seasonic-Netzteil so viel Strom ab wie wir möchten.

Über die Chroma-Teststation können wir das Netzteil genau so belasten, dass Strom nach unseren Einstellungen verbraucht, also 100, 200, 300 bis 1000 Watt. Zudem sind wir in der Lage den Verbrauch und viele weitere Parameter vor und hinter der USV messen zu können. Dank der Funktionen der Chroma können wir den Strom am Eingang beliebig ändern und auch die Qualität der Ausgangspannung beobachten.

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