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APC Smart-UPS SMC1000IC im Test - günstige USV für Heimgebrauch und Small-Business (5/5)

Fazit

Spätestens wenn man einmal einen größeren Datenverlust von wichtigen Daten hatte, denkt man über alle möglichen Optionen wie Backups, redundante Speicherung und natürlich auch eine USV nach. Gerade in Bereichen wo die Stromversorgung nicht gerade optimal ausfällt, oder öfters mal beim Einschalten eines Föns die Sicherung fliegt, da kann eine USV äußerst nützlich sein. Besonders nützlich ist eine USV auch in Verbindung mit NAS-Systemen oder kleinen Servern im Home-Office. Wir selbst können leider davon berichten welch katastrophale Folgen ein Stromausfall bei manchen NAS-Systemen haben kann. Unter ungünstigen Umständen können hier schnell Daten verloren gehen, nicht umsonst muss man die meisten NAS-Systeme vor dem Ausschalten "herunterfahren".

APC ist als Hersteller von USVs weitreichend bekannt. Deutlich weniger bekannt, insbesondere unter Privatanwendern ist, dass der Hersteller USVs für den Heim und Small-Business Bereich anbietet, die nicht die Welt kosten und trotzdem leistungsstark und äußerst komfortabel sind.


Das von uns getestete Modell SMC1000IC geht für 360 bis 400 Euro über den Ladentisch und bietet eine ganze Stange von Features und muss sich vor größeren Modellen nicht verstecken. Die kompakten Maße des Towes machen das SMC1000IC nicht nur sehr portabel (trotz Gewicht von 18 kg), es lässt sich auch sehr gut an allen möglichen Plätzen unterbringen. Optimal gibt es das Modell auch als Rack-Version.

Leistung besitzt bereits das kleine 1000VA Modell ordentlich. Der eingebaute Akku liefert Saft für gut 9 Minuten, allerdings in unserem Test nicht an einem Stück. Bei voller durchgehender Auslastung von 600 Watt war nach etwa 5 Minuten Schluss. Allerdings war der Akku danach nicht leer und die USV auch sofort wieder für die nächste Runde einsatzbereit. Das ist auch so ziemlich der einzige Negativpunkt, den wir anprangern möchten. Die Angabe von 9 Minuten bei der Akku-Kapazität suggeriert, dass das Gerät auch ganze 9 Minuten bei Volllast durchhält. Sie ist damit zwar nicht falsch, aber unserer Meinung nach irgendwie irreführend. Bei niedrigeren Auslastungen, die deutlich realistischer sind hält die USV auch entsprechend länger durch. Für anspruchsvoller Settings wird die USV übrigens mit bis zu 6000 VA angeboten.

Insgesamt arbeite die SMC1000IC in unserem Test jederzeit einwandfrei. Die Umschaltung zwischen Akku und Netzbetrieb erfolgte immer zuverlässig und schnell. Mit einer Umschaltzeit von nur 4 ms sollten sogar wirklich schlechte Netzteile keine Probleme mit der USV haben. Die Ausgangspannung die von der SMC1000IC geliefert werden sind sehr konstant und das Signal von guter Qualität, so dass eine optimale Stromversorgung der angeschlossenen Geräte gesorgt ist.

Besonders interessant fanden wir dabei, dass die USV sogar noch mit dem AVR-Feature, also einer Automatischen Spannungsregulation ausgestattet ist. Sinkt die Spannung auf ein zu tiefes Niveau, womit einige Netzteile durchaus Probleme haben können, so wird diese durch die USV automatisch auf einen besseren Level angehoben. Das ganze funktioniert sogar ohne dass dabei der Akku belastet wird. Die USV kann so neben der Überbrückung von Ausfällen auch schlechte Bedingungen bei der Stromversorgung ausgleichen. Das zudem ein Überlastschutz, Schutz für Überspannungen und Rauschen vorhanden sind, macht das Gerät noch wertvoller Es kann somit auch genutzt werden um sehr empfindliche teure Geräte zu schützen und diese abzusichern.

Mit etwa 22-26 Watt Eigenverbrauch arbeitet die USV durch aus Sparsam. Auf 600 Watt last gerechnet erreicht sie damit eine Effizienz von etwa 96%. Bei geringerer Auslastung fällt auch die Effizienz leider entsprechend geringer aus.

Die Software der SMC1000IC ist sehr einfach zu installieren und bedienen. Leider funktioniert die eigentliche Konfiguration der USV nur über USB oder Seriellem Anschluss. Der LAN-Power dient nur zur Überwachung mit der SmartConnect-Cloud Lösung. Hier ist noch einiges an Potential offen, mit dem die Cloud-Software in Zukunft noch deutlich erweitert werden kann.

Wer öfters mit Stromausfällen zu kämpfen hat, oder einfach seine Geräte absichern und mit einer zusätzlichen Stromüberbrückung ausstatten will, der findet in der APC Smart-UPS SMC1000IC  einen geeigneten Kandidaten, der bei uns im Test durchaus überzeugen konnte. Das gerät arbeitet äußerst zuverlässig, selbst von uns herbeigeführt Kurzschlüsse und andere "Gemeinheiten" konnten dem APC-Gerät nichts anhaben. Stromausfälle, Unterspannung, Überspannung wurden im Betrieb schnell erkannt und wenn möglich ausgeglichen. Die  Konfiguration des Systems ist kinderleicht und selbst für Laien kein Problem und dank der kompakten Maße kann man die USV auch fast überall unterbringen.

Mit einem Notebook, einem 3D-Router und etwas anderer Hardware, dürfte sich mit der SMC1000IC sogar über einen kürzeren Zeitraum ein gesamtes Setup zum Internetzugang in der Not aufrecht erhalten lassen. So eine USV kann eben wirklich nützlich sein, wenn man auf den Einsatz eines PC angewiesen ist.

Dank des durchaus angemessenen Preises, stellen die Anschaffungskosten für eine APC Smart-UPS SMC1000IC zumindest im Small-Business Segment absolut keine Hürde dar. Jedes halbwegs vernünftige NAS-System ist heute deutlich teurer, so dass einem die Absicherung sicherlich das Geld wert sein sollte.

Insgesamt können wir der APC Smart-UPS SMC1000IC damit klar eine Empfehlung für den Einsatz im kleinen Umfeld, wie Privatanwendungen, Homeoffice, oder auch zum Beispiel zur Absicherung einzelner Arbeitsstationen in einem größeren Netzwerk empfehlen.

Vorteile

  • Extrem einfache Konfiguration und Installation
  • Sehr zuverlässiger Betrieb
  • Etwa 96% Effizienz bei 600 Watt Last
  • Liefert gute Qualität der Ausgangspannung
  • AVR-Feature gleicht zu niedrige oder zu hohe Spannungen aus
  • Etwa 9 Minuten Ausfallsicherung bei 600 Watt. Gut eine Stunde bei 100 Watt.
  • Gute Lebensdauer der Akkus, und relativ günstiger Austausch (70€)

Nachteile

  • Nur 5 Minuten der etwa 9 Minuten Ausfallsicherung am Stück.
  • Management der USV nur über USB/Seriell nicht per Netzwerk

6.11.18 / rj

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