
Dieses Update zielt auf einen der wichtigsten Aspekte der Mehrkernverarbeitung ab: die Latenz zwischen den Kernen. Die neue Version behebt dabei Probleme, die in der Zen 5-Architektur von AMD aufgetreten sind, insbesondere in Szenarien, die eine schnelle Kommunikation zwischen mehreren Kernen erfordern.
Erste Berichte deuten auf eine bemerkenswerte Reduzierung der Inter-Core-Latenz um bis zu 58 % hin. Tests aus dem Overclock.net-Forum zeigen, dass die ältere AGESA-Version 1.2.0.1A eine Latenz von etwa 180 ns aufwies, während die neue Version 1.2.0.2 die Latenz auf etwa 75 ns senkt.
Das Update wurde bereits auf dem ASUS ROG Crosshair X670E-Motherboard mit der BIOS-Version 2401 implementiert. BIOS-Updates mit der neuesten AGESA-Version 1.2.0.2 werden derzeit noch ausgerollt, sodass weitere Tests und mögliche Verbesserungen erwartet werden. Es könnte sein, dass die bisherige Berichterstattung über die Cross-CCD-Latenz zu ungenau war, sodass erst abschließende Tests zu der Latenzsteigerung durchgeführt werden müssen.
Die Bedeutung dieses Updates sollte dabei nicht unterschätzt werden, da die Inter-Core-Latenz eine entscheidende Rolle bei der Gesamtleistung von Mehrkernprozessoren spielt. Eine geringere Latenz bedeutet, dass die Kerne effizienter miteinander kommunizieren können, was zu einer besseren Leistung bei Anwendungen führt, die stark auf parallele Verarbeitung angewiesen sind. Dies ist besonders relevant für anspruchsvolle Aufgaben wie Videobearbeitung, 3D-Rendering und wissenschaftliche Berechnungen, bei denen jede Millisekunde zählt.
Die Reduzierung der Inter-Core-Latenz ist ein weiterer Schritt von AMD welcher die Ryzen 9000 Prozessoren noch attraktiver für anspruchsvolle Nutzer machen könnte.
