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VRAM: Wie GDDR-Kosten die GPU-Preise wohl nach oben treiben

Montag, 24. Nov. 2025 17:50 - [ar]

Der YouTube-Kanal Hardware Unboxed hat Hochrechnungen veröffentlicht, die zeigen, wie steigende GDDR-Preise direkte Aufschläge auf Endkundenpreise von Grafikkarten nach sich ziehen können und zu hohen Preisen in den nächsten Monaten führen dürfte.

VRAM: Wie GDDR-Kosten die GPU-Preise wohl nach oben treiben

Die jüngsten Analysen des etablierten Hardware-Kanals legen konkrete Szenarien vor, wie sich unterschiedliche prozentuale Anstiege bei GDDR-Kosten auf den Verkaufspreis von Grafikkarten auswirken könnten. 

Ausgangspunkt sind dabei bekannte Stückkosten für VRAM-Chips, die in Relation zu den Margen von GPU-Design, Board-Integration und Handelsaufschlägen gesetzt werden. Auf dieser Basis werden Modellrechnungen präsentiert, die bei einem +30-%igen GDDR-Preis einen Aufschlag von rund 25–40 US-Dollar am Ende der Lieferkette erwarten lassen; bei +100 % sind 100–150 US-Dollar möglich, und bei extremen Szenarien mit +200 % könnten 200–300 US-Dollar hinzukommen. Diese Zahlen stammen aus den vorgestellten Hochrechnungen und sollen als Orientierung dienen, nicht als exakte Prognose.

Parallel dazu zeigen Berichte, dass die Nachfrage aus dem KI-Sektor die DRAM- und VRAM-Kapazitäten stark beansprucht. Es wird davon ausgegangen, dass Server- und Rechenzentrumsaufträge die Fertigungskapazitäten fast komplett einnehmen und damit Konsumenten-Speicherprodukte deutlich teurer können. Diese strukturelle Verschiebung erklärt, warum Speicherpreise derzeit so hoch liegen und warum eine kurzfristige Entspannung als unwahrscheinlich gilt.

Die Verteilung der Mehrkosten trifft unterschiedliche Marktsegmente ungleich. Bei teureren High-End-Modellen relativiert sich ein Aufschlag von 100–150 Euro eher, während Einsteiger- und Mainstream-Modelle mit niedrigeren Listenpreisen prozentual deutlich stärker belastet werden. Eine Verdopplung der VRAM-Kosten kann bei einem Mittelklasse-Produkt schnell zu einem Preisanstieg im Bereich von 20–30 % führen, wodurch Wettbewerbsverhältnisse innerhalb der Produktpalette verschoben werden.

Wer kurzfristig eine konkrete Anschaffung plant, profitiert derzeit noch von Lagerbeständen, die zu früheren Preisen eingekauft wurden. Langfristig ist mit einer Umkehr der üblichen saisonalen Rabatte zu rechnen, solange die Speicherknappheit anhält. Insbesondere Modelle mit 12 bis 16 GB VRAM dürften vor dem Hintergrund möglicher Preisaufschläge deutlich teurer werden.

Die vorgestellten Hochrechnungen dienen aber nur als Orientierung, welche nicht alle Variablen abbilden können. Produktionsentscheidungen, Wechselkurse und politische Einflüsse auf Lieferketten können die Entwicklung beschleunigen oder abschwächen. 

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