
Der vereinbarte Kaufpreis lag bei 23,28 US-Dollar pro Aktie, während Intel am Tag der Meldung bei 36,68 US-Dollar schloss. Damit ist Nvidias Anteil bereits rund 7,58 Milliarden US-Dollar wert und bringt dem Unternehmen auf einen Schlag einen erheblichen Buchgewinn.
Der
Deal stand zunächst unter Beobachtung der US-Wettbewerbsbehörde FTC, die prüfte, ob Nvidias rund 4-prozentige Beteiligung wettbewerbsrechtliche Risiken birgt. Am 18. Dezember gab die Behörde jedoch grünes Licht, sodass die Transaktion am 26. Dezember abgeschlossen werden konnte.
Im Rahmen der Vereinbarung wollen Nvidia und Intel mehrere Generationen gemeinsamer Chips für Rechenzentren und PCs entwickeln. Ein zentraler Bestandteil ist die Integration von Nvidias NVLink-Technologie, die pro GPU bis zu 1.8 TB/s an Bandbreite ermöglicht und damit deutlich über der Leistung eines PCIe-5.0-x16-Slots liegt. Intel wird zudem kundenspezifische x86-CPUs für Nvidias KI-Plattformen fertigen, während Intel seinerseits SoCs entwickeln kann, die RTX-GPU-Chiplets integrieren.
Die Kooperation erinnert an Nvidias gescheiterten Versuch, den britischen Chipdesigner Arm im Jahr 2021 für 40 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Damals stoppte die FTC das Vorhaben mit Verweis auf mögliche Wettbewerbsverzerrungen. Nvidia gab die Übernahme zwei Monate nach Einreichung der Klage auf.
Trotz der regulatorischen Vorgeschichte pflegen Nvidia und Arm weiterhin enge technische Beziehungen. Nvidias Tegra-Chips, die unter anderem in der Nintendo Switch eingesetzt werden, basieren ebenso auf Arm-Technologie wie die neueren Grace-CPUs. Auch NVLink-Unterstützung für Qualcomm und Fujitsu zeigt, dass Nvidia seine Architektur zunehmend breiter vernetzt.
