Ein Entwickler hat neue Werkzeuge veröffentlicht, mit denen sich modifizierte VBIOS-Versionen auf GeForce-RTX-Grafikkarten nutzen lassen, ohne die Firmware direkt auf den Speicherchip der Karte zu flashen. Unterstützt werden laut den Angaben GPUs der RTX-50-, RTX-40- und RTX-30-Serie.

Die Tools erlauben Änderungen an Power-Limits, Spannungsgrenzen, Strombegrenzungen, Lüftersteuerungen sowie den Taktoffsets für GPU und Speicher. Statt die veränderte Firmware dauerhaft auf die Grafikkarte zu schreiben, wird sie unter Windows als Treiber-Override geladen. Unter Linux erfolgt die Einbindung über angepasste NVIDIA-Kernelmodule.
Mehr Leistung möglich
Die Auswirkungen können erheblich sein. In den gezeigten Beispielen wurde das Power-Limit einer RTX 4090 von 666 auf 750 Watt angehoben. Eine RTX 5090 soll laut Entwickler sogar mit bis zu 800 Watt betrieben worden sein. Auch RTX 5080 und RTX 5060 Ti lassen sich demnach deutlich oberhalb der werkseitigen Vorgaben betreiben.
Die Methode umgeht damit die Notwendigkeit eines klassischen VBIOS-Flashs. Genau solche Eingriffe hat NVIDIA in den vergangenen Jahren zunehmend erschwert und durch Signaturprüfungen abgesichert.
Nicht ohne Risiko
Trotz der technischen Möglichkeiten ist Vorsicht angebracht. Höhere Spannungen und Leistungsgrenzen können die Belastung der Hardware massiv steigern. Zudem ist unklar, wie lange NVIDIA diese Möglichkeit offen lässt. Bereits in der Vergangenheit wurden ähnliche Methoden durch spätere Treiberupdates blockiert.